Domino’s

Größte Delivery-Kette geht an die Börse

Domino’s Pizza, die nach Pizza Hut zweitgrößte Pizza-Kette der Welt, geht in dieser Woche an die Börse. Wie Spiegel Online berichtet, will der Konzern unter dem Kürzel DPZ möglicherweise schon ab heute an der New York Stock Exchange 24,1 Mio. Aktien zum Preis von 15 bis 17 Dollar pro Stück auf den Markt werfen. Der erhoffte Erlös von bis zu 409 Mio. Dollar soll unter anderem zum Schuldenabbau verwendet werden. Domino’s Pizza wurde 1960 gegründet, als der ehemalige Trucker und Fischhändler Tom Monaghan (67), gemeinsam mit seinem Bruder für 1.600 $ eine Pizza-Bude im US-Bundesstaat Michigan übernahm – nach einem 15-minütigen Schnellkurs im Pizza Backen. Inzwischen ist Domino’s mit fast 7.500 Filialen in den USA und 50 anderen Ländern und einem Umsatzvolumen von mehr als 4 Mrd. $ im Jahr 2003 die weltweite Nummer 1 in Sachen Pizza Delivery. Die Mehrheit am Konzern hält seit 1998 die Bostoner Investmentfirma Bain Capital. Die Erwartungen bezüglich der Pizza-Aktie halten sich allerdings in Grenzen. „Pizza Backen ist ein hartes Brot, der Preisdruck durch billige Tiefkühlpizzen aus dem Supermarkt immens“, warnt Business Week-Analyst Robert Baker. „Höhere Produktionskosten, z.B. für Käse, drücken außerdem auf den Cash Flow.“ Im Zuge des Börsengangs will Monaghan, mit 27 % immer noch der zweitgrößte private Anteilseigner, nach Angaben von Spiegel Online für rund 48 Mio. $ 14,7 Mio. Domino’s-Aktien veräußern. Der Erlös fließt jedoch – wie bereits große Teile seines Vermögens - nicht in seine eigene Tasche: Der streng gläubige Katholik investiert das Geld in die Förderung ‘katholischen Lebens und katholischer Kultur in der Welt‘, unter anderem für den Bau der größten katholischen Kirche der USA in Florida – logische Folge der neuen Prioritäten im Leben des ehemaligen Milliardärs: Gott, Familie, Pizza. www.dominospizza.com


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