München

Großgastronom Karl-Heinz Wildmoser ist tot

Der 72-Jährige erlag einem Herzstillstand infolge einer Lungenembolie.
Er war einer der Traditionswirte in der bayerischen Hauptstadt (z.B. Donisl am Marienplatz) und knapp drei Jahrzehnte auch im Reigen der Wiesn-Wirte (Hühner- und Entenbraterei Wildmoser). Und: einige Zeit Präsident des TSV 1860 München.

Eine barocke Figur, ein Unternehmer, kein Unterlasser. In den 90er Jahren stand sein Gastro-Imperium im Reigen der Top 100 Deutschland.

Die Süddeutsche Zeitung widmet ihm heute eine komplette Seite.

 Christian Ude, Oberbürgermeister: „Karl-Heinz Wildmoser wird in Erinnerung bleiben als g’standenes Mannsbild und Urbild des bayerischen Gastwirts. Als autokratisch regenerierender Fußballpräsident hat er den TSV 1860 zu einem kometenhaften Aufstieg bis ins Spitzenfeld der Bundesliga geführt und zugleich dem Verein ein schwieriges Erbe hinterlassen. Ich bedaure es zutiefst, dass seine letzten Lebensjahre überschattet wurden von einer Krise, die sein Fußballengagement wie auch seine familiären Beziehungen schwer belastet hat.“

 Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte: „Ich bin tief bestürzt, dass unser Freund so früh sterben musste. Er war ein g’standenes bayerisches Mannsbild mit Ecken und Kanten, ein hervorragender Gastronom – ein Unternehmer, kein Unterlasser. Es ist sehr schade, dass München so eine Persönlichkeit verliert. Ich spreche seiner Frau mein tiefstes Mitgefühl aus, wünsche ihr Kraft und einen Freundeskreis, der sie auffängt und unterstützt.“

Gabriele Weishäupl, die Chefin vom Münchner Oktoberfest, sagte zum Abschied „Wir verlieren ein Stück Wiesn und ein Urgestein.“


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