Ernährungsstudie

Gymnasiasten essen gesünder

Ernährungswissen, Geschlecht, finanzielle Mittel und jugendliche Lebensstile haben einen starken Einfluss auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, bei der im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 400 Schüler der Klassenstufen acht, neun und zehn an drei Leipziger Schulen zu ihrem Ernährungsverhalten und ihrem Lebensstil befragt wurden. Das Wissen über Ernährung hat einen positiven Einfluss auf das Ernährungsverhalten.



Informierte Jugendliche essen weniger Süßigkeiten und Snacks, trinken weniger Süßgetränke und essen mehr Obst und Gemüse. Das Ernährungswissen ist dabei abhängig vom Schultyp: Gymnasiasten sind deutlich besser über Ernährung informiert als Haupt- und Realschüler. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede wurden deutlich: Jungen essen öfter Snacks und Fleisch und greifen häufiger zu Alkohol und Zigaretten als Mädchen. Je mehr Geld die Jugendlichen zur Verfügung haben, desto mehr Snacks, Fleisch und vor allem Alkohol und Zigaretten konsumieren sie. Ebenso ist der Lebensstil der Jugendlichen in hohem Maße vom Lebensstil des Elternhauses sowie vom Schultyp geprägt.



Jugendliche, die sport- oder kulturorientiert sind (musizieren, Bücher lesen, Theater besuchen), verzehren mehr Obst, Gemüse, Milchprodukte und Vollkornbrot und essen gesünder als Jugendliche, deren Lebensstil fernseh- oder spannungsorientiert ist (Computer, Fernsehen, Disko, Musik, Bummeln, Kneipe, Kino). Diese Jugendlichen nehmen vermehrt Snacks, Süßgetränke, Süßigkeiten, Alkohol und Zigaretten zu sich. Nicht relevant für das Essverhalten Jugendlicher scheinen das Alter der Jugendlichen, die Haushaltssituation wie zum Beispiel Berufstätigkeit und Ernährungsverhalten der Eltern oder psychische Probleme zu sein. Quelle: aid

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