Branchenaward

Hamburger Foodservice Preis für Kuffler, MoschMosch und Zuma/Roka

Es war ihr Abend: Roland Kuffler, Rainer Becker (Zuma/Roka) sowie Tobias Jäkel und Matthias Schönberger (MoschMosch). Die drei strahlenden Gewinner des diesjährigen Hamburger Foodservice Preises durften sich gestern im prall gefüllten Ballsaal des Elysée Hotels von der versammelten Branchenelite feiern lassen - zu Recht, stehen sie doch, jeder in seiner Sparte, für herausragende unternehmerische Leistungen mit großer Strahlkraft für die deutsche und internationale Gastronomie.
Auch in diesem Jahr präsentierte sich das Winner-Trio wieder ausgesprochen vielseitig: sowohl bajuwarisch-rustikal à la Kuffler als auch faszinierend fernöstlich - im Falle von Zuma und Roka auf höchsten Fine-Dining-Niveau, in Sachen MoschMosch bodenständig-sympathisch für die anspruchsvolle Fast-Casual-Klientel. 

Die Gewinner des Hamburger Foodservice Preises 2011 im Überblick: 

MoschMosch, Frankfurt am Main: Das Nummer-1-Konzept unter den asiatischen Fast-Casual-Aufsteigern in Deutschland. Im Jahr 2002 gestartet, zählt die Marke aktuell zehn Betriebe, alle in Eigenregie. Im Mittelpunkt des Sortiments stehen Ramen, sprich: japanische Nudelsuppen. Zweiter Schwerpunkt sind gebratene Nudeln, japanisch Yaki Soba. Die Rezepturen: so originalgetreu wie möglich, so angepasst wie nötig. Die beiden Gründer Matthias Schönberger und Tobias Jäkel, Freunde seit Allgäuer Schultagen, haben ihr Publikum mutig mit einem unbekannten Produkt konfrontiert - und überzeugt. Eine echte Pionierleistung. Knapp neun Jahre nach dem Start reicht die Umsatzbandbreite der Betriebe von 0,7 bis 2 Mio. €. Damit demonstrieren die beiden Freunde, dass es durchaus machbar ist, mit kleinstem Startkapital, Fleiß und Flexibilität eine zeitgeistige Restaurantkette aufzubauen.


Roland Kuffler, München: Der größte Gastro-Unternehmer der bayrischen Hauptstadt und Prototyp des gesunden deutschen Mittelständlers. Einer, der gerne große Herausforderungen annimmt und meistert. Sein operatives Imperium generierte 2010 mit knapp 40 Betrieben in Bayern, Hessen und Sachen (darunter die XXL-Aushängeschilder Spatenhaus, Haxnbauer und Seehaus) nahezu 100 Mio. € Umsatz. In erster Linie mit heimischer Küche von bodenständig bis fein. Tradition im klassischen Fullserviceformat. Dazu mit dem Mangostin eines der besten asiatischen Restaurants in Deutschland und außerdem das 5-Sterne-Hotel München Palace. Roland Kuffler - ein Überzeugungstäter mit Vorstellungskraft, Rechenvermögen und Ausdauer für nachhaltiges Wachstum.


Zuma/Roka, London: Das Konzeptduo von Rainer Becker steht für gelungene internationale Multiplikation im High-End-Bereich der Profi-Gastronomie. Dabei ist und bleibt Großbritannien operativer Schwerpunkt für beide Formeln mit aktuell acht Standorten auf drei Kontinenten und Gruppenumsätzen von über 56 Mio. Pfund im Jahr 2010. Im dicht besiedelten Fine-Dining-Markt der britischen Metropole eroberte das Zuma, 2002 eröffnet, auf Anhieb einen Spitzenplatz: kreativ interpretierte japanische Küche auf amnspruchsvollstem Qualitätsniveau in zeitgeistigem Setting. Schon 2004 ging mit Roka ein Zweitkonzept ans Netz, ebenfalls in London. Wieder der japanischen Esskultur verpflichtet, doch etwas weniger anspruchsvoll im Küchensystem und etwas niedriger im Preisniveau. Rainer Beckers Passion für exklusives Essen inmitten unkomplizierter Gastlichkeit wird unterfüttert von Disziplin und Konsistenz. Er ist ein harter Arbeiter, ein kooperativer Unternehmer, der den Kraftakt nicht gescheut hat, einen äußerst komplexen Betriebstyp international zu vervielfältigen.

Die ausgezeichneten Protagonisten dieses Jahres illustrieren beispielhaft die Innovationskraft der Profi-Gastronomie und ihre Schrittmacherfunktion für den gesamten Außer-Haus-Markt. Ganz generell geht es bei dem Branchenaward um unternehmerischen Erfolg in einem von gravierendem Strukturwandel geprägten Wirtschaftszweig. Das Augenmerk gilt Leistungen, die Maßstäbe setzen und zur nachhaltigen Branchen-Profilierung beitragen – national wie international. Die Fachjury begutachtet die gesamte gastronomische Bandbreite von Fast Food bis Fine Dining.

Stifter der renommierten Branchenauszeichnung ist der Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, Herausgeber der Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und FoodService Europe & Middle East sowie zahlreicher weiterer führender B2B-Publikationen. Seit 1983 bis heute wurden insgesamt 83 Unternehmen und Persönlichkeiten der professionellen Gastronomie mit dem Hamburger Foodservice Preis gewürdigt, darunter auch herausragende Individualkonzepte und zahlreiche internationale Preisträger. In der Hall of Fame versammelt: Namen wie McDonald’s oder Gerd Käfer, der Europa-Park Rust, Sir Terence Conran, Burger King, Pret A Manger, Vapiano, Restaurant Hiltl Zürich, die Gastronomie der Autostadt Wolfsburg, Wagamama sowie Marché International und Sansibar.

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