Skandal

Hamburger Polizeiküche als Partyservice missbraucht

Bei der Hamburger Bereitschaftspolizei stehen zwei Küchenchefs unter Verdacht, mit privaten Party-Service-Angeboten in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue. 

Zwischen Juni 2007 und März 2012 soll die Küche der Bereitschaftspolizei mindestens 110 Mal für einen gewerblichen Party-Service missbaucht worden sein. Das geht laut "Hamburger Morgenpost" aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU Bürgerschaftsfraktion hervor. Unter anderem sollen dabei auch Lebensmittel, die auf Steuerkosten als Einsatzverpflegung für Polizisten gekauft wurden, für den privaten Catering-Service genutzt worden sein. Dabei soll es sich um einen sechsstelligen Betrag handeln. "Um welche Summen es sich handelt, ist noch unklar", sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers gegenüber der Morgenpost. 

Der Fall ist durch eine Anzeige am 24. März bei der Staatsanwaltschaft ins Rollen gekommen. Wie der NDR berichtete, soll ein Ex-Mitarbeiter der Polizeiverwaltung über Jahre Belege gesammelt haben, die er den Ermittlungsbehörden übergeben hat. Darin sollen auch die Namen der zum Teil hochrangigen Nutznießer des Partyservices genannt worden sein.
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