Statistik

Haushalte schrumpfen weiter

Die Entwicklung zu kleineren Haushalten geht auch in den kommenden Jahren in allen Bundesländern weiter. Dies zeigt die Haushaltsvorausberechnung 2007 des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße in den westlichen Flächenländern bis 2020 voraussichtlich von 2,13 auf 2,02 Personen, in den neuen Ländern von 2,0 auf 1,9 und in den Stadtstaaten von 1,8 auf 1,72 Personen je Haushalt. In Berlin lebt bereits jetzt in über 50 % der Haushalte nur eine Person, 2020 dürften auch in Hamburg und Bremen mehr als die Hälfte der Haushalte Einpersonenhaushalte sein. Eine Zunahme wird auch für alle anderen Länder erwartet. Auch der Anteil der Zweipersonenhaushalte wird in den Flächenländern noch steigen, in den Stadtstaaten dagegen konstant bleiben, während die Zahl der Haushalte mit drei und mehr Personen überall fallen wird. Heute sind dies in den Flächenländern noch 29 % (alte) bzw. 25 % aller Haushalte (neue Länder), bis 2020 dürften es dort nur noch 24 bzw. 21 % sein. In den Stadtstaaten wird der Anteil von aktuell 19 auf 16 % fallen. Zu dieser Entwicklung wird es voraussichtlich kommen, weil die immer noch höhere Lebenserwartung der Frauen und die schneller als bei den Frauen steigende Lebenserwartung der Männer zu einer Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte im Seniorenalter führen dürfte. Die niedrige Geburtenhäufigkeit, die Zunahme der Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung und die hohe berufliche Mobilität dürften auch bei der Bevölkerung im jüngeren und mittleren Alter für kleinere Haushalte sorgen. www.destatis.de


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