Dinea

Heilbronn setzt auf Frische - Restaurant der neuen Generation feiert bald Einjähriges

Anfang November wird das erste auf Frische und Frontproduktion umgestellte Dinea-Restaurant in der Galeria Kaufhof Heilbronn ein Jahr alt - die Weiterentwicklung des klassischen Free Flow-Modells schließt auf zu internationalen Vorbildern wie La Place oder Marché.

Heißt: Praktisch alle Produktionsschritte im 290 qm großen Verkaufsraum spielen sich an der Gästefront ab, zusätzlich zu den klassischen Ausgabetheken offeriert eine zentrale Frische-Insel Gemüse und Salate, Wok- und Pastagerichte. Kuchen & Co. werden in der offenen Bäckerei hergestellt. Dazu bietet eine Kaffeebar ein eigenes Refugium, das speziell abends als gefragte Anlaufstelle für Drinks & Snacks fungiert.
Regionalität und Saisonalität sind Prinzip, man arbeitet mit eigens vor Ort entwickelten Rezepturen  und hat die Lieferanten auf regionale Bezugsquellen verpflichtet. „Selbst unsere Schnitzel panieren wir selbst", so Markus Nippold, Leiter Produkt- und Sortimentsentwicklung/Einkauf bei Dinea. „Der Anteil an Convenienceprodukten ist bis auf ein Minimum heruntergefahren."
 
Stark fluktuierenden Frequenzen und Nachfrageverschiebungen im Tagesablauf, das klassische Handicap der Handelsgastronomie mit den bekannten Konsequenzen in Sachen Warenpräsentation und Atmospäre, begegnet man in Heilbronn mit einer intelligenten Verkleinerungslösung: Die warme Ausgabelinie wird nachmittags komplett durch eine Fotowand abgedeckt.
 
Neu gestaltet  und in unterschiedliche Bereiche gegliedert wurde im Rahmen des 5-wöchigen Umbaus auch der 790 qm große Gastraum des Restaurants (insgesamt 1.475 qm Fläche) mit 365 Sitzplätzen, inklusive Kinderbereich, Raucherraum und Loungebereich. Motto von Farb- Licht- und Möblierungskonzept: Entschleunigung.

‚Ich koch für Dich', so der neue Claim im Restaurant, das mit der Umstellung zwar einen Teil seiner angestammten Klientel verloren hat, dafür aber viele neue Gäste sieht, vornehmlich aus dem Kreis der White-Collar-Worker. Unterm Strich konnten Frequenz und Durchschnittsbon stabil gehalten werden - kein schlechtes Fazit angesichts der nicht eben rosigen wirtschaftlichen Lage im Einzugsgebiet, Stichwort Kurzarbeit.
 
Super Resonanz speziell bei den neu gewonnenen Gästen, ein klarer Image-Zugewinn, Lösung vom Convenience-Stigma. „Faszinierend ist der unglaubliche Motivationsschub bei den 29 durchweg langjährigen Mitarbeitern, sagt  Nippold. „Zunächst eher skeptisch, intensiv geschult und in die Rezepturentwicklung einbezogen, sind sie heute mit Lust und Leidenschaft dabei, ja stolz auf ‚ihr' Restaurant und die gewachsene Verantwortung für ihren Produktbereich."
 
Perspektiven? Zwar stehen weitere Umbauten aus Budgetgründen derzeit nicht auf der Tagesordnung, auch wenn das Heilbronner Modell mittelfristig kein Unikat bleiben soll. Doch einzelne Bausteine des Frische-Konzeptes, wie etwa die Saftbar, sollen zügig in anderen Dinea-Betrieben implementiert werden. Und der positive Spirit aus Heilbronn strahlt schon längst auf das gesamte Dinea-Betriebenetz ab, weiß Nippold zu berichten.

http://www.dinea.de/


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