New York

Höhere Restaurantpreise wegen ’Frances’

Hurricans sorgen für höhere Restaurantpreise in New York: Steigende Lebensmittelpreise aufgrund von extremen Wetterbedingungen drohen die Gewinnmargen der Gastronomen in der Ostküstenmetropole, von der kleinen Pizzeria bis zum Fine-Dining-Tempel, aufzufressen. In den vergangenen Wochen haben sich beispielsweise die Butterpreise verdoppelt und sogar ganz normaler Reis ist 37 % teurer als im Vorjahr. Ein Grund: die verheerenden Wirbelstürme in der Karibik, Florida und Alabama. Zweistellig auch der Anstieg bei Truthahn und Rindfleisch oder auch Eichblattsalat, der wiederum wegen der Hitzewelle in Kalifornien um 60 % teurer wurde.



Viele Restaurantbesitzer geben nach einem Bericht der New York Post den Händlern die Schuld, die unvorhergesehene Wetterereignisse und die schlechte politische Stimmung nutzten, um ihre Preise zu erhöhen. Nach den Wirbelstürmen Charley und Frances schnellten beispielsweise die Preise für frische Beeren in exorbitante Höhen, sind aber mittlerweile wieder leicht gesunken. Dennoch erwarten Experten, dass das Wetter weiterhin Einfluss auf das Restaurantgeschäft nehmen wird. "Wir haben nur eine begrenzte Anzahl von Pflanzen, und durch die Hurricans ist diese stark reduziert worden", verteidigt Karen Caplan, Presidentin des Großhändlers Freida’s Produce, die Preiserhöhung. "Deswegen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, wenn Waren nicht im Voraus bestellt wurden."



Allerdings mahnt Restaurant-Guru Tim Zagat die New Yorker vor zu großem Ärger über die gestiegenen Preise: "Im Vergleich zum Rest des Landes hatten es die New Yorker in den letzten 25 Jahren vergleichsweise gut. Es gab so gut wie keine Inflation bei den Restaurant-Preisen." Die Preise seien lediglich um 1,5 % jährlich gestiegen, während der Konsumentenpreisindex um 3,12 % angewachsen sei. "Unsere Restaurants sind hervorragend darin, die Kosten im Griff zu halten. Eine Preiserhöhung ist für sie das allerletzte Mittel", so Zagat in der New York Post.

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