Studie

Hoteliers für 2003 verhalten optimistisch

Während Wellnesshotels und privat geführte Resorthotels voll im Trend liegen, leiden insbesondere Stadthotels unter der aktuellen wirtschaftlichen Flaute - dies ist eines der Ergebnisse des Betriebsvergleichs "Hotel Performance Trends 2002", der nun erstmalig von der Münchner Unternehmensberatung Hotelbiz Consulting vorgelegt wurde. In der Studie wurden insgesamt 260 Hotels zu ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Situation sowie über ihre Prognose für 2003 befragt. Die Auswertung offenbart: Je nach Standort, Betriebstyp, Größe und Kategorie zeigen sich große Unterschiede in der Performance der einzelnen Hotels. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sehen die Hoteliers dem kommenden Jahr optimistisch entgegen. Hinsichtlich Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPar) und Betriebsergebnis werden Zuwächse von jeweils fünf Prozent erwartet. Derzeit spüren besonders Hotels in Großstädten wie Berlin, München, Frankfurt, Hamburg und Köln die Wirtschaftsflaute. Angesichts des Kapazitätsbooms und der zurückhaltenden Nachfrage glauben die Hoteliers der 10 größten Städte in Deutschland für 2003 an einen nur geringen Umsatzzuwachs. Deutlich optimistischer geben sich in dem Betriebsvergleich Hoteliers in regionalen Städten. So wird hinsichtlich RevPar und Betriebsergebnis mit einer Steigerung von sechs Prozent gerechnet. Mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von rund 60 Prozent in 2001 haben Hotels an regionalen Standorten allerdings einen großen Nachholbedarf, berichten die Münchner. Unter den Resorthotels erzielen Wellness- und Gesundheitshotels mit einer Zimmerauslastung von etwa 66 Prozent in der Studie das beste Ergebnis. Als besonders erfolgreich haben sich dabei Hotels mit weniger als 100 Zimmern erwiesen. Dementsprechend optimistisch sieht man in diesem Segment auch auf das Jahr 2003: Es werden RevPar- und Ergebniszuwächse zwischen drei und vier Prozent erwartet. Nach den Ergebnissen der Hotelbiz-Studie haben Tagungs- und Incentivehotels die Auswirkungen der weltweit abkühlenden Stimmung der Wirtschaft stärker zu spüren bekommen als die meisten anderen Resorts. 2001 wurde in diesem Segment mit 63 Prozent eine um zwei Prozent schlechtere Auslastung im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Für das kommende Jahr wird mit einer Entspannung in diesem Bereich gerechnet. Zuwächse werden in Höhe von etwa fünf Prozent erwartet. Die wachsenden Ansprüche der Urlauber und der zunehmende Wettbewerb mit sonnigen Destinationen im Ausland macht nach Ergebnis des Betriebsvergleich vor allem jenen Ferienhotels zu schaffen, die nur in geringen Maße über eine Freizeitinfrastruktur verfügen. Sie erzielen in der aktuellen Studie mit einem Umsatz pro verfügbarem Zimmer von 30 Euro den niedrigsten Wert aller analysierten Betriebstypen. Die komplette Studie ist zum Preis von 400 Euro erhältlich.



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