Steigenberger Hotel Group

Hotels in Bad Tatzmannsdorf verkauft

Die Raiffeisen Landesbank in Wien hat Ende 2003 die beiden Steigenberger Hotels in Bad Tatzmannsdorf an den Tiroler Hotelier Karl J. Reiter verkauft. Mit dem Verkauf hat die Steigenberger Hotels AG, Frankfurt, die beiden im Management betriebenen Vier- und Fünf-Sterne-Häuser im Burgenland aufgegeben. Eigentümer der zwei Hotels war bisher neben der Raiffeisen ein Konsortium unter Führung der Wibag, eine hundertprozentige Tochter des Landes Burgenland. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.



„Wir verlassen Bad Tatzmannsdorf nur sehr ungern – zumal wir den Ort mit Hilfe der für die Region verantwortlichen Touristiker überhaupt erst auf dem deutschen Markt erfolgreich bekannt gemacht und etabliert haben,“ bedauert Karl Anton Schattmaier, Sprecher des Vorstands der Steigenberger Hotels AG. Karl J. Reiter ist gemeinsam mit seiner Ehefrau Karin Inhaber und Betreiber des Posthotels Achenkirch, das sich seit 1918 im Besitz der Familie befindet. Außerdem betreibt der österreichische Hotelier ein Lipizzanergestüt. „Eigentlich wollte ich ein Hotel in Florida kaufen”, erklärt Reiter, der rund 15 Mio. € in Bad Tatzmannsdorf investieren will. Reiter wird die beiden ehemaligen Steigenberger-Häuser selbst leiten, um das Posthotel wird sich sein ältester Sohn und seine Frau kümmern. „Ich werde mich voll auf das neue Projekt konzentrieren”, so Reiter, der das ehemalige Steigenberger Golfhotel und das Steigenberger Avance Hotel in „Wellness-Hotels der Spitzenklasse” ausbauen will.



Seit Mitte der 90iger Jahre hat Steigenberger die beiden Ferienresorts geführt. Mit einer Auslastung von 60 Prozent gehören die beiden Hotels zu den führenden der Region. Zwischen den Jahren 2000 und 2002 wurden etwa 12 Mio. € in die Häuser investiert. Von der Auflösung der Verträge unberührt bleiben die Steigenberger Hotels in Kaprun, Linz, Wien und Krems.
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