17. Oktober '09

Ikea Deutschland feiert 35. Geburtstag

Los ging's 1974 in Eching bei München mit gerade mal 215 Mitarbeitern. Heute gibt es 45 Einrichtungshäuser und rund 14.000 Menschen arbeiten bei Ikea in Deutschland. Ein Milliarden-Geschäft, zu dem auch über 170 Mio. € Food- und Foodservice-Umsätze gehören (2008).
In einer Jubiläumsbroschüre werden 35 Mitarbeiter portraitiert. Sie arbeiten an unterschiedlichen Standorten in verschiedenen Berufen und sind in sehr individuellen Lebenssituationen.
 
Hier die Geschichte von Bärbel Da Silva Bras. Sie ist 52 Jahre alt, seit 17 Jahren bei Ikea und arbeitet im Mitarbeiterrestaurant:
 
Bärbel scheint wirklich ihren Traumberuf gefunden zu haben. Sie arbeitet im Mitarbeiterrestaurant des Einrichtungshauses Wallau und gilt für viele als 'die gute Seele' dort. Sie würde diese Formulierung so nicht wählen, aber Bärbel sagt über ihre Einstellung zur Arbeit: "Die Kollegen arbeiten ja alle den ganzen Tag hart und wollen sich dann in ihrer Mittagspause entspannen. Wenn ich dabei helfen kann, mache ich das gerne."

In ihrer Arbeit hat sie über die Jahre hinweg immer mehr Gestaltungsspielräume bekommen. Die waschechte Hessin kümmert sich um die Lebensmittelbestellungen, organisiert Aktionswochen mit und hat auch für jeden immer ein persönliches Wort oder einen Scherz parat. Wenn möglich, erfüllt sie Extrawünsche oder versucht, bestimmte Gerichte auf den Speiseplan setzen zu lassen.

Als gelernte Arzthelferin war der Weg zu Ikea nicht vorgezeichnet. Nach einer Babypause kam sie über einen Dienstleister in das Wallauer Möbelhaus und der Restaurantleiter wurde auf sie aufmerksam. Das Mitarbeiterrestaurant ist ihr Steckenpferd. Denn hier kennt sie alle 'Kunden' persönlich. "Die Mitarbeiter nehmen sich ihr Essen selbst, stellen sich die Beilagen so zusammen, wie sie möchten. Das erleichtert meine Arbeit. Draußen, bei den Kunden, musst du hunderte von Essen portionieren und über die Theke geben. Das ist körperlich richtig anstrengend, vor der Arbeit dort habe ich echt Respekt."
 
Seit vielen Jahren kümmert sie sich nach der Arbeit zu Hause um ihre Enkel. Ihre Tochter war so begeistert vom Arbeitgeber der Mutter, dass sie mittlerweile auch bei Ikea beschäftigt ist. Bärbel selbst würde gerne bis zur Rente bei Ikea bleiben, auch wenn die Altersteilzeit leider zurzeit nicht möglich ist.

Wenig verwunderlich, dass in Bärbels Privatleben Kochen und Essen einen hohen Stellenwert haben. "Ich habe schon immer gerne gekocht. Und dann hat mir mein portugiesischer Mann zu Weihnachten eine Ikea Küche geschenkt. Da koche ich für meine Kinder, ihre Ehepartner, meine Enkel oder unsere Gäste." Dabei sorgt sie auch mit einer schönen Dekoration für Atmosphäre. Deshalb möchte sie mal den Gestaltern aus der Abteilung 'Kommunikation und Einrichtung' über die Schulter schauen.

"Ich sehe ja immer, was die so machen, aber all die kleinen Tricks und Kniffe, die sie anwenden, die würde ich schon gerne mal mitbekommen." Wenn sie könnte. Würde sie auch wieder eine Terrasse an das Einrichtungshaus bauen lassen, so wie es sie früher einmal gab. "Wir haben hier doch einen tollen Blick und mit ein paar Blumen kann das richtig gemütlich werden." Doch eins, das wird es bei Bärbel nicht geben: Köttbullar. "Nein, die habe ich noch nie gemocht." So ist es von Vorteil, dass Bärbel im Mitarbeiterrestaurant arbeitet. Im Kundenrestaurant gibt es täglich die schwedischen Fleischbällchen.

http://www.ikea.de/



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