Kaufkraft

Im Schnitt 17.600 € pro Kopf

Der Hochtaunuskreis ist mit einem verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 25.100 € Spitzenreiter in punkto Kaufkraft. Die hessischen Bürger rund um Frankfurt haben damit doppelt so viel Geld wie jene im vorpommerschen Uecker-Randow. Bundesweit sank die durchschnittliche Kaufkraft nach Berechnung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im vergangenen Jahr um 1,5 %. In einer jüngst veröffentlichten Kaufkraft-Studie für 439 Städte und Landkreise wird von einem geringen Anstieg im Jahr 2006 um 0,1 % auf 17.600 € ausgegangen. Hier das Reichtums-Ranking (Kaufkraft pro Kopf in €) nach Bundesländern: Hamburg 18.984 Hessen 18.958 Bayern 18.843 Baden-Württemberg 18.781 Nordrhein-Westfalen 18.110 Schleswig-Holstein 18.075 Rheinland-Pfalz 17.688 Niedersachsen 17.568 Bremen 16.702 Berlin 16.575 Saarland 16.443 Brandenburg 15.016 Sachsen 14.627 Thüringen 14.384 Sachsen-Anhalt 14.174 Mecklenburg-Vorpommern 14.071 Deutschland 17.630 Vor allem zwischen Ost und West verläuft nach 15 Jahren nach der Wiedervereinigung ein tiefer Graben. So müssen die Menschen im vorpommerschen Kreis Uecker-Randow, dem Schlusslicht aller 439 deutschen Städte und Landkreise, mit 12.050 € pro Person auskommen. Und das ist nicht einmal halb so viel wie in den reichen Westregionen. Kein einziger Landkreis in den neuen Ländern erreicht den Bundesdurchschnitt von 17.630 €. Die schlechtesten 20 Regionen im Ranking liegen ohne Ausnahme im Osten. Selbst ostdeutsche Vorzeigestädte belegen hintere Ränge: Dresden landet auf Platz 302, Jena auf Platz 309, Leipzig sogar auf 350. Dabei spiegelt das Einkommen der Bürger den wahren Rückstand der neuen Bundesländer noch gar nicht in vollem Ausmaß wider. Denn, 25 % der gesamten Binnennachfrage gehen auf das Konto von Milliardentransfers aus dem alten Bundesgebiet.


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