Fairtrade-Kaffee

Immer beliebter in Großküchen und Gastronomie

Der Absatz von fair gehandeltem Kaffee steigt in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung kontinuierlich, wie die Organisation Transfair jetzt bekannt gab. Danach wurden im Jahr 2009 insgesamt 235 Millionen Tassen Fairtrade-Kaffee in über 15.000 Betriebsrestaurants, Bäckereien und Studentenwerken sowie in Hotellerie und Gastronomie ausgeschenkt. Dies entspricht einem Wachstum von satten 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz dieser Erfolge im Außer Haus Markt appelliert Transfair an die Gastronomiebetriebe, sich noch stärker nachhaltig zu engagieren. „Kein größeres Unternehmen kommt mehr an einer klaren und nachhaltigen Produktpolitik vorbei", so Dieter Overath, Transfair-Geschäftsführer. Aktuelle Studien zeigten zudem, dass die Verbraucher bereit seien, diese soziale Verantwortung in ihrem Einkaufsverhalten auch wertzuschätzen.
Das Fairtrade-Siegel garantiert die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards. Mindestpreise und Fairtrade-Prämien sowie langfristige Lieferbeziehungen und Vorfinanzierung schaffen höhere, stabilere Einkommen und führen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Menschen vor Ort.

Bekannte Kaffeeröster wie zum Beispiel das inhabergeführte Traditionsunternehmen J.J.Darboven und der Tchibo Coffee-Service sowie deren Coffee-Shops sind als Partnerfirmen im Außer-Haus-Markt mit ihren Produkten vertreten. Starbucks hat europaweit alle espressobasierten Getränke auf 100 Prozent zertifizierten Fairtrade-Kaffee umgestellt. Die Kultmarke Ben&Jerry's setzt ebenfalls komplett auf Fairtrade und wird bis 2011 alle Eissorten auf Fairtrade-Zutaten umstellen.
Als unabhängige Organisation handelt Transfair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, oder Schokolade an.

www.transfair.org

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