Karstadt

Insolvenzverfahren eröffnet

Stichtag für Arcandor: Heute wurde das Insolvenzverfahren für die ersten 15 Gesellschaften eröffnet. Darunter sind neben der Holding Arcandor AG auch die Karstadt Warenhaus GmbH und die Primondo GmbH mit der Quelle GmbH. Die Pleite von Arcandor gilt als einer der größten Insolvenzfälle in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Geschäfte des zahlungsunfähigen Handelskonzerns und der betroffenen Tochtergesellschaften führt ab sofort Insolvenzverwalter Dr. Klaus Hubert Görg.  
Karstadt soll mit seinen Sport- und Warenhäusern 'als Ganzes' saniert werden. Erst nach Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern, Vermietern, Dienstleistern und Lieferanten entscheidet sich, wie viele Karstadt-Häuser fortgeführt werden können. 19 von insgesamt 126 Häusern stehen  noch auf einer Prüfliste. Man wisse, dass knapp 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gespannt auf die Eckpunkte des Insolvenzplans warten, deshalb sollen die Verhandlungen mit den Gesprächspartnern so zügig wie möglich ablaufen, versprach Insolvenzverwalter Görg.

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick, der mit seinem Bemühen scheiterte, den Konzern als Ganzes zu erhalten, schied nach sechs Monaten aus dem Unternehmen aus. Neben ihm fünf weitere Vorstandsmitglieder, darunter auch Karstadt-Manager Stefan Herzberg.
Die Termine für die Gläubigerversammlungen legte das Essener Amtsgericht wie folgt fest: 9. November 2009 für Arcandor, 10. November 2009 für Karstadt und 11. November 2009 für Quelle.

Von der Insolvenz betroffen ist auch die Karstadt/Le Buffet-Gastronomie, die aktuell für 76 Betriebe sowie 17 Restaurants der Le Buffet GmbH mit insgesamt geschätzt 2.300 Mitarbeitern steht.

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