Snacker.de

Internet-Bestellplattform vor dem Aus

Das Food-Portal Snacker.de steht vor dem Aus. Bereits Mitte Mai hat das Startup-Unternehmen snacker AG mit Sitz in Frankfurt/Main beim Landgericht Frankfurt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt - noch ist darüber nicht entschieden. Die virtuelle Bestellplattform, finanziert durch Venture Kapital-Mittel und Business Angel, war erst seit vergangenem Jahr online. Zuletzt enthielt die derzeit noch zugängliche Website nach Angaben von Snacker rd. 3.700 (kostenlose) Einträge, abgedeckt wurden 20 Großstädte. Laut Aussage von CEO Frank Lichtenberg ist der Schritt nicht aus betriebswirtschaftlichen, sondern aus finanzwirtschaftlichen Gründen erfolgt. Obwohl Snacker sich innerhalb der Planzahlen entwickelt habe, seien im Frühjahr Investoren überraschend abgesprungen. Angaben des Wochenblatts 'Die Zeit', wonach sich die monatlichen Verluste auf 60.000 DM beliefen - bei nur 6.000 DM Umsatz -, wurden von Snacker nicht bestätigt. Finanzieren sollte sich das Portal vornehmlich über Werbung - erst nach 3 Monaten waren seitens der Gastronomie- und Bringdienst-Partner Umsatzprovisionen fällig. Hier sei es, räumt Lichtenberg ein, allerdings zu Unzuverlässigkeiten gekommen.
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