Internorga-GV-Barometer 2012

Investitionsklima leicht eingetrübt

Insgesamt 57 Prozent der befragten GV-Betriebe wollen in diesem Jahr investieren. Davon planen 51 Prozent größere Anschaffungen (2011: 47 %). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich jedoch das Investitionsklima leicht eingetrübt. Während es 2011 noch 58 Prozent der Befragten in ihrem Betrieb als gut bewerteten, sind es in diesem Jahr nur noch 48 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle GV-Barometer 2012.
 
Die repräsentative Studie untersucht anlässlich der größten Gastronomiemesse Europas, der Internorga, bereits zum elften Mal das Innovations- und Investitionsklima in der deutschen Gemeinschaftsverpflegung. Danach stehen sowohl bei den Betriebsrestaurants (Business-Bereich) als auch bei den Kliniken und Heimen (Care-Bereich) Ausstattungen zum Kochen und allgemeine Ausstattungen bei den geplanten Investitionen an erster Stelle.
 
Insbesondere bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen deutlich über denen für 2011. Ein Drittel der investitionsbereiten Betriebe rechnen für 2012 mit Anschaffungen in Höhe von 50.000 Euro und mehr. Damit bewegen sich die Betriebsrestaurants in etwa auf Vorjahresniveau (2011: 35%), die Kliniken und Heime liegen leicht darunter (2011: 42%).
 
Unverändert gut ist die Ausgangssituation für die Einführung neuer Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. So bekundet die Hälfte der Befragten ein großes Interesse an Produktinnovationen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Bei allen GV-Betrieben stehen die Aspekte Qualität, Gesundheitsorientierung, Geschmack und Optik im Vordergrund.
 
Große Bedeutung für alle GV-Betriebe hat das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“. So ist einer deutlichen Mehrheit die Aufführung von Zusatzstoffen und Allergenen sehr wichtig. Mehr als zwei Drittel der Betriebsrestaurants und Krankenhäuser/Kliniken erwarten ein großes bis sehr großes Interesse ihrer Kunden an Lebensmittelinformationen zu den angebotenen Speisen. Dabei wünschen sich fast alle GV-Betriebe, dass die Informationen zur Kennzeichnung der Lebensmittel auf der Verpackung angegeben werden und nicht nur im Internet. Hier sehen sie die Hersteller in der Pflicht. Eine Kennzeichnung der Herkunft ist den GV-Betrieben wichtiger als eine Kennzeichnung als Bioprodukt.
 
Für die repräsentative Umfrage GV-Barometer 2012 hat Marktforscher Prof. Wolfgang Irrgang zwischen dem 7. und 17. November 2011 in insgesamt 310 GV-Betrieben die Entscheidungsträger im Verpflegungsbereich (in der Regel die Küchenleiter) befragt. Dazu zählten 155 Betriebsrestaurants sowie 155 Betriebe aus dem Care-Bereich, davon 82 Krankenhäuser, Sanatorien und Reha-Kliniken sowie 73 Seniorenheime.
 
http://www.internorga.de/


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