Lebensmittelkontrolle

Jeder vierte Betrieb mit Beanstandungen

Die amtliche Lebensmittelüberwachung der Bundesländer hat im Jahr 2012 insgesamt 529.969 Betriebe kontrolliert. Damit wurde fast die Hälfte aller Betriebe (43,4 Prozent) in Deutschland überprüft, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Besonders hoch war die Kontrolldichte in der Gastronomie – hier wurde mehr als jeder zweite Betrieb begutachtet, teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin mit.


Bei gut jedem vierten Betrieb (26 Prozent) stellten die Kontrolleure Verstöße fest und leiteten entsprechende Maßnahmen ein. Die Beanstandungsquote war bei Gastronomie und andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung sowie kleinen Herstellern mit 30 bzw. 31 Prozent am höchsten. Die weitaus größte Zahl der Beanstandungen betrafen mit 52 Prozent – wie auch schon in den Vorjahren – die allgemeine Betriebshygiene, gefolgt von Mängeln im Hygienemanagement (25 Prozent) der Betriebe sowie der Kennzeichnung und Aufmachung (18 Prozent) der Lebensmittel.
Produkt-Kennzeichnung häufig mit Mängeln

Darüber hinaus haben die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer fast 400.000 Lebensmittel-Proben untersucht. Die mit Abstand höchste Beanstandungsquote von 20,3 Prozent wiesen 2012 „Lebensmittel für besondere Ernährungsformen“ auf, gefolgt von den drei Produktgruppen „alkoholische Getränke (außer Wein)“, „Zuckerwaren“ sowie „Fleisch, Wild, Geflügel und Erzeugnisse daraus“ (16 bis 18 Prozent). Diese Lebensmittelgruppen führten bereits in den Vorjahren die Liste der am häufigsten beanstandeten Produktgruppen an.

Wenig Beanstandungen (unter 10 Prozent) gab es in den Produktgruppen „Schokolade, Kakao und kakaohaltige Erzeugnisse, Kaffee, Tee“, „Zusatzstoffe“, „Nüsse, Nusserzeugnisse, Knabberwaren“ sowie „Obst und Gemüse“. Besonders positiv fiel die Lebensmittelgruppe „Nüsse, Nusserzeugnisse, Knabberwaren“ im 5-Jahres-Vergleich auf. Hier waren die Beanstandungsraten stark rückläufig. Diese sind von über 11 Prozent im Jahr 2008 auf 6,7 Prozent im Jahr 2012 gefallen.

Die Hälfte der beanstandeten Proben verstieß gegen Vorschriften der „Kennzeichnung und Aufmachung“. 18 Prozent der Proben wiesen mikrobiologische Verunreinigungen und 11 Prozent Mängel in der Zusammensetzung auf.

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