Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsleistungen

Jetzt EU-Chancengleichheit – Gastronomie enttäuscht

Der Bundesrat hat das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und damit den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotel-Übernachtungen passieren lassen. Damit gilt ab 1.1.2010 für die Hotellerie in Deutschland der verminderte Steuersatz. In 21 von 27 EU-Mitgliedsstaaten gelten bereits seit langem reduzierte Sätze - etwa in Frankreich 5,5 %, in Portugal 5 % und in Spanien 7 %. In den Anrainer-Staaten Schweiz und Österreich sind es 3,6 bzw. 10 %.


Der Dehoga-Bundesverband begrüßt die Entscheidung: „Ein wichtiger Impuls für die heimische Tourismuswirtschaft in der Krise, endlich haben wir die dringend benötigte Steuergerechtigkeit", so Präsident Ernst Fischer. „Ein wichtiger Teilerfolg."

Doch gekämpft hatte man ursprünglich für den 7 %-Satz auf gastronomische Leistungen, um in erster Linie private Nachfrage mit entsprechender Preiselastizität zu stimulieren. Dass im parteipolitischen Gemenge der Regierungskoalition in letzter Minute anders entschieden wurde, wird von der Restaurant-Branche zurecht als äußerst unfair eingestuft. Unfair innerhalb des Hospitality-Bereichs und weiterhin unfair im Wettbewerb mit dem Lebensmitteleinzelhandel. In der breiten Öffentlichkeit gab's und gibt's herbe Kritik. Auch da wäre eine Steuersenkung für F&B-Leistungen viel sinnvoller eingestuft worden als fürs Übernachten.

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