Drogen- und Suchtrat

Jetzt geht's um den Alkohol

Der Drogen- und Suchtrat hat der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Sabine Bätzing jüngst seine Empfehlungen für ein Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention vorgelegt. Das Gremium schlägt in seinem Papier Maßnahmen zur reduzierten Verfügbarkeit, zur Einschränkung der Werbung sowie zur Preisregulierung zum Beispiel durch Steuererhöhungen vor. „Auf längere Sicht sollte Alkoholwerbung ganz verbannt und Sponsoringmaßnahmen der Alkoholindustrie vollkommen unterbunden werden“, so der Wortlaut. Für die Promilleobergrenze im Straßenverkehr schlägt der Drogen- und Suchtrat die Absenkung auf zunächst 0,2 Promille vor - mit dem langfristigen Ziel der Null-Promille-Grenze. Behältnisse für alkoholische Getränke sollen künftig Warnhinweise tragen, die deutlich auf die Gefahren des Alkoholkonsums im Straßenverkehr und während der Schwangerschaft aufmerksam machen. Um alkoholisierte Personen am Fahren zu hindern, sollen zudem Schulungen für das Gaststättengewerbe implementiert werden. Nach der Auswertung der Auswirkungen der heraufgesetzten Altersgrenze beim Kauf von Tabakprodukten sollte nach Ansicht des Gremiums auch eine Entscheidung über die Altersgrenze für den Kauf von Wein und Bier, die derzeit bei 16 Jahren liegt, getroffen werden. Der Dehoga wird in den kommenden Tagen eine detaillierte Stellungnahme zu diesen Empfehlungen vorlegen. www.dehoga.de


stats