Café Calypso

Kaffeebar mit Karibikflair

Was für eine Karriere: vom öffentlichen Klohäuschen mit Spitznamen Keksdose zur stylischen Kaffeebar mit Anleihen aus der Karibik. In weniger als vier Monaten wurde aus dem unansehnlichen Betonklotz im Herzen des saarländischen Neunkirchen ein lichtdurchfluteter Pavillon mit 100 Plätzen innen und 130 außen – inklusive Wintergarten und Dachterrasse. Pünktlich zum Stadtfest am 22. Juni feiert das Café Calypso Eröffnung.

USP ist zum einen das Frühstücksangebot, beginnend bei preisaggressiven 1,99 EUR (inkl. Kaffee und Orangensaft). Außerdem sind ’All American Sandwiches’ mit dem launigen Namen Hoagies (2,99 EUR) ein wichtiger Teil des Food-Profils. Ergänzend: Schnitzel- und Salat-Offerten (je 6,99 EUR). Frühstück ist schon jetzt der Renner. Bisherige Spitze: 170 Gedecke/Tag. Die Mehrzahl der insgesamt 41 Mitarbeiter arbeitet im Calypso auf Vollzeitbasis. Ein Arbeitsplatz, der sich sehen lassen kann: Wo einst graue Tristesse herrschte, regieren nun warme Farben und dunkles Holz. Doch die buchstäbliche Rundumverwandlung des städtischen Pavillons hatte ihren Preis. „Gut 300.000 EUR waren kalkuliert. Dass ich mit dem Projekt die Millionengrenze überschreiten würde, ist vor allem bautechnischen Unwägbarkeiten geschuldet“, so Initiator und Betreiber Guido Seitz. Übrigens keinesfalls ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Gastronomie: Seine Sporen verdiente sich 38-Jährige zunächst im Neunkirchener Brauhaus, inzwischen betreibt er drei Burger-King-Restaurants. Das Café Calypso ist für ihn der Konzept gewordene Traum vom eigenen Betrieb.

Geplanter Umsatz im ersten Betriebsjahr: „Vorsichtig geschätzt 600.000 EUR. Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir diese Zahl überflügeln werden“, so Seitz. Darüber hinaus haben bereits die ersten Interessenten mit Multiplikationsplänen angeklopft. „Systemfähig ist das Calypso auf jeden Fall.“ Ob via Eigen- oder Fremdregie expandiert werden soll – für diese Entscheidung will sich der Unternehmer noch Zeit lassen.

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