NH Hoteles

Kaufangebot von Hesperia abgelehnt

Der Vorstand der spanischen Hotelgruppe NH Hoteles mit Sitz in Madrid hat Ende Juli 2003 einstimmig ein neues Kaufangebot der spanischen Hotelgruppe Hesperia abgelehnt. Hesperia hatte Ende Mai 2003 ein Angebot zur Übernahme von 26,1 Prozent der Anteile von NH Hoteles vorgelegt. Das neue Angebot wurde auf neun Euro je Aktie erhöht. NH begründet die Ablehnung damit, dass der reale Wert von NH bedeutend höher sei. Der Kaufinteressent trage damit nicht zur Wertsteigerung des Unternehmens bei. Der NH-Vorstand betonte, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Steigerung des "Shareholder Value" dazu führen werden, dass der Aktienwert zukünftig steigen wird. Der NH-Vorstand betonte nochmals, dass es keinerlei Vereinbarungen zwischen NH und Hesperia gebe. Außerdem haben die Vertreter der Hauptaktionäre - Ponte Gadea (Amancio Ortega), Caja Madrid, Bancaja und FINAF'92 - deutlich gemacht, dass keine Aktien an Hesperia verkauft werden. Der Vorstand von NH Hoteles wies in Madrid darauf hin, dass sich Interessenskonflikte ergeben könnten, wenn ein Mitbewerber über einen Posten im Vorstand von NH Hoteles verfügen würde. Das einseitige Angebot untergrabe die Interessen der Minderheitenaktionäre und verdecke Hesperias Absicht, die Kontrolle über NH Hoteles zu übernehmen, so der Hotelkonzern. Der Vorstand von NH Hoteles geht davon aus, dass der Wert der NH-Aktie weit über dem Preis von neun Euro pro Aktie liegt, der dem Angebot von Hesperia zugrunde liegt. Dies basiert sowohl auf dem reinen Eigenkapitalwert von NH Hoteles als auch auf dem prognostizierten Cash Flow in der Zukunft. Außerdem hat NH-Aktionär Amancio Ortega (über Ponte Gadea) sein Aktienpaket auf zehn Prozent erhöht und ist damit zum größten Aktionär von NH Hoteles geworden.



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