Naturkost

Kaum Pestizide in Obst und Gemüse

Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau hält, was es verspricht: Bei 92,1 Prozent aller entnommen Proben lassen sich keinerlei Pestizide oder lediglich Spuren im Bereich der Nachweisgrenze feststellen. Diese Bilanz präsentierte jetzt der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel im Rahmen des bundesweiten Projekts ’Monitoring-System für Obst und Gemüse’.



632 Obst- und Gemüseproben aus ökologischem Anbau wurden seit Juli 2003 auf Pestizide untersucht. Lediglich bei 33 Proben konnten die Labore überhaupt Rückstände feststellen. Das entspricht 5,2 Prozent. Die gesetzliche Höchstmenge wurde dabei nur von 0,8 Prozent aller Proben überschritten. Zum Vergleich: Bei konventionellem Obst und Gemüse in der EU wird bei mehr als jeder 20. Probe die Rückstandshöchstmenge nicht eingehalten. Diese Zahl nennt der aktuelle Bericht der EU-Kommission zur ’Überwachung von Pestizidrückständen in Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs’.



Zu den zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, bei denen im Laufe des Monitorings kein einziger Rückstand nachgewiesen werden konnte, zählen Bananen, Erdbeeren, Kiwis, Mangos und alle zwei Kohlsorten. Für Eltern von Bedeutung ist, dass alle getesteten Äpfel und Bananen den besonders strengen Vorschriften der Diät-Verordnung für fertige Kleinkindnahrung entsprachen.



Das Pestizid-Monitoring-Projekt läuft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft bis Ende 2004 mit 137.000,- Euro finanziell gefördert. Das Ziel: Mögliche Anbaufehler und Lücken in der Qualitätssicherung aufzudecken und abzustellen. "Die intensiven Recherchen bei Rückstandsfällen haben dazu geführt, dass auch bisher unbekannte Schwachstellen bei Anbau, Lagerung, Transport und Weiterverarbeitung bekannt geworden sind", berichtete Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel.

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