Dehoga

Keine gute Zahlen

Dehoga stellt Saison-Konjunkturbericht vor: - Talfahrt der Gastronomie hält an - Entwicklung des Hotelmarktes spürbar gebremst - Konjunkturelle Aussichten deutlich eingetrübt Der aktuelle Konjunkturbericht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes offenbart abermals die schwierige wirtschaftliche Situation, in der sich viele Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland weiterhin befinden. Mehrheitlich bescheinigten die 2.700 befragten Unternehmen für den Sommer 2001 unbefriedigende Umsätze und eine vielfach rückläufige Ertragslage. Für diese Entwicklung macht der Verband vor allen Dingen die lahmende wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die Konsumzurückhaltung der Verbraucher sowie die enorme Kostenbelastung durch die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung verantwortlich. Dazu hätten die Terroranschläge des 11. September und ihre Konsequenzen die Hotelkonjunktur einknicken lassen und seien ebenfalls nicht ohne Auswirkungen auf die Gastronomie geblieben. Gerade in den Ballungszentren mussten im September teilweise zweistellige Umsatzeinbußen verkraftet werden. Der Konjunkturbericht bestätigt ebenso, dass positive Effekte auf die Umsatzentwicklung im Gastgewerbe im Sommer 2001 ausgeblieben sind. So überwogen die Betriebe mit gesunkenen (38,8 %) vor denen mit gleichen (27,1 %) oder gestiegenen (32,3 %) Umsätzen deutlich. Noch dramatischer zeigt sich das Bild bei der Ertragslage. Jeder zweite Unternehmer (49,4 %) musste hier Rückgänge verbuchen. Lediglich jedem fünften (19,1 %) Betreiber gelang es, in den Monaten April bis September die Situation zu verbessern. Aus diesem Grund hat ein Großteil der gastgewerblichen Unternehmer die Hoffnung auf eine baldige Trendwende zumindest für den Winter 2001/2002 auf Eis gelegt. Vielmehr geht nur jeder vierte Befragte (24,1 %) von einer positiven Umsatzentwicklung aus. Die Umsatzpessimisten dominieren klar mit 34,7 %. Weiterhin Zweiteilung des gastgewerblichen Marktes: Die Gastronomie schneidet zum wiederholten Mal schlechter als die Hotellerie ab. Aber auch die Vergleichswerte der Beherberger liegen niedriger als im Jahr 2000, als die Hotellerie einen kurzen Aufschwung erlebte. Der Dehoga fordert daher von der Bundesregierung endlich eine Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik, die ihre Augen nicht vor den Problemen des Mittelstandes verschließt. Weiterhin belasten die Ökosteuer, das Teilzeitgesetz sowie demnächst die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes das Gastgewerbe über Gebühr. Die schwerste Bürde ist aber immer noch das 630-DM-Gesetz.




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