USA

Klage gegen Fast Food-Anbieter abgewiesen

Es war erwartet worden: Amerikas Schnellrestaurant-Ketten haben gestern mit der Abweisung einer Klage gegen den McDonald's Konzern einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Übergewichtige seien selbst dafür verantwortlich, dass sie trotz bekannter möglicher Folgen für ihre Gesundheit Hamburger, Pommes frites und andere Fast Food-Erzeugnisse im Übermaße zu sich nehmen. So entschied ein Bundesrichter in New York. Die Kläger hatten von dem größten Gastro-Unternehmen der Welt Entschädigung in nicht genannter Höhe für übergewichtige Kinder verlangt. Sie würden wegen des Essens von Erzeugnissen des Unternehmens unter Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten leiden. "Fest steht jetzt, das übermäßige Essen von Hamburgern kann nicht zu juristischen Konsequenzen führen, es sei denn, die Konsumenten sind sich der Gefahren nicht bewusst", erklärte der Richter Robert Sweet, Letzteres aber könne man sich kaum vorstellen. Die 2 Schlüsselfiguren des Prozesses sind 14 und 19 Jahre alt. Das 14-jährige Mädchen Ashley Pelman wiegt über 80 kg, die 19-jährige Jazlyn Bradley mehr als 125 kg. Bradley sagte, ein McMuffin zum Frühstück und ein BigMäc Meal zum Abendessen waren ihre täglichen Mahlzeiten. Ihr Vater argumentierte, dass in dem Restaurant in den Bronx ihn niemand über die Nährstoffrelationen der genannten Speisen informiert habe. Er sei der Meinung gewesen, sie seien für sein Kind absolut gesund. Zurück zum Prozess: McDonald's hat zu Recht deutlich gemacht, dass die Zulassung einer solchen Klage eine ganze Flut von Entschädigungsprozessen gegen Fast Food-Ketten auslösen könnte. Nach der Entscheidung wird damit gerechnet, dass 3 noch anhängige Klagen gegen Burger King, Wendy's und Kentucky Fried Chicken ebenfalls abgewiesen werden.



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