Vivantes

Klinikbetreiber beteiligt sich am Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung

Der größte kommunale Klinikbetreiber in Deutschland, Vivantes, beteiligt sich am bundesweiten Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung. Im Rahmen der Kampagne „Zu gut für die Tonne“ ist es dem Berliner Konzern gelungen, die Summe der Lebensmittelabfälle bei der Versorgung der Patienten innerhalb von zwölf Monaten um bis zu zehn Prozent zu reduzieren.

Beispielsweise entsorgt Vivantes jetzt nach eigenen Angaben täglich 15 Kilo weniger Obst und rund 50 Kilo weniger verpackte Artikel wie Butter oder Quark. Die Bedarfsplanung konnte an vielen Stellen optimiert werden, etwa mit Hilfe detaillierter Patientenbefragungen und flexiblen Sortiment-Angeboten auf den Stationen anstelle von fertig angerichteten Tabletts. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, Initiatorin der Kampagne „Zu gut für die Tonne“, besuchte heute in Berlin ein Versorgungszentrums des Klinikbetreibers und lobte das Engagement. „Das zeigt, dass auch Großversorger einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen leisten können“, sagte Aigner.

Mit mehr als 14.000 Mitarbeitern und 5.400 Betten versorgt Vivantes täglich etwa 8.500 Personen mit Essen. Als größter kommunaler Klinikbetreiber freue man sich, in weniger als einem Jahr so große Erfolge erzielt zu haben, sagte Susanne Buchheim, Geschäftsführerin der Speiseversorgung und -logistik GmbH von Vivantes. So konnte die Menge an nicht verzehrten Lebensmitteln, die entsorgt werden müssen, um 90 Tonnen reduziert werden.

Im Juni 2013 wird sich auch das Deutsche Studentenwerk an der Initiative beteiligen. Die Aktion wird gemeinsam mit dem Bundesverbraucherministerium in der Mensa Nord des Studentenwerks Berlin  vorgestellt. Die Berliner Campusgastronomen setzten wie viele ihrer Kollegen schon seit einigen Jahren erfolgreich Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung um. Insgesamt zieht Bundesministerin Ilse Aigner ein ein gutes Jahr nach dem Start der Initiative gegen Lebensmittelverschwendung eine durchweg positive Zwischenbilanz. Mittlerweile hätten sich Partner aus fast allen Gesellschaftsbereichen und der Wirtschaft dem Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung angeschlossen, darunter Städte und Kommunen, Schulen, Krankenhäuser, Tafeln, Einzelhandel, Gastronomie, Kirchen und der Verein Slowfood. In den nächsten Wochen wird das Bundesverbraucherministerium eine weitere Untersuchung zu Lebensmittelabfällen in Deutschland vorstellen, im Zentrum stehen dabei Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft.

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