Steigenberger

Konzentration auf zwei Marken

Zwei Marken, drei Geschäftsbereiche - das sind die Kernbegriffe für die modifizierte Ausrichtung der Steigenberger Hotels AG in der Markenpolitik. Statt mit vier Marken wird die Frankfurter Hotelgesellschaft künftig ausschließlich mit Steigenberger Hotels & Resorts und InterCityHotels im Markt auftreten. Die Marken Esprix und Maxx werden - je nach Standort und Ausstattung - in die beiden Schlüsselmarken integriert. Bis Ende 2004 will das Unternehmen, das künftig als Steigenberger Hotel Group firmiert, das Konzept komplett umsetzen. Die organisatorische und personelle Struktur der drei Geschäftsbereiche Steigenberger Stadthotels, Steigenberger Ferienhotels und InterCityHotels steht bis Ende 2003. Bereits mit der Übernahme der letzten Anteile der InterCityHotel GmbH Ende 2001 von der Mitropa (Deutsche Bahn AG) gingen die Planungen in Richtung Zwei-Marken-Strategie. „Design-Konzepte wie die Marken Maxx und Esprix lagen Anfang der 90er Jahre im Trend und versprachen eine gute Entwicklung. Doch heute zeigt sich, dass nur Einzelhotels an wenigen Standorten mit diesem Anspruch erfolgreich sind“, sagt Karl Anton Schattmaier, Sprecher des Vorstands der Steigenberger Hotels AG. „Design-Hotellerie in der Budget-Kategorie hat im veränderten Umfeld keine wirtschaftlich überzeugende Chance am Markt“, resümiert Schattmaier. Während die Marken Steigenberger Hotels & Resorts und InterCityHotels als klar definierte Marken etabliert sind, haben Esprix und Maxx in der Öffentlichkeit eigenständig kein eindeutiges Profil entwickelt, sondern gelten als Budget Hotels mit starker Anlehnung an Steigenberger. Die insgesamt 13 Häuser dieser Produktmarken – sieben Maxx Hotels und sechs Esprix Hotels – werden nun behutsam in die beiden anderen Marken überführt, wobei die InterCityHotels künftig über die reine Innenstadtlage an ICE-Bahnhöfen eine Expansion auch an geeigneten Flughafen-Standorten für die wachsende Zielgruppe der mobilen Reisenden, die ein Markenprodukt in exzellenter Lage im Drei-Sterne-Bereich suchen, erfahren werden. Der neuen Markenausrichtung folgend, wird es in der Steigenberger Konzernzentrale strukturelle Veränderungen geben. Statt der bisher neun Regionaldirektoren, die zumeist noch ein eigenes Hotel führten, wird es künftig je einen Verantwortlichen für die drei Geschäftsbereiche Stadt-, Ferien- und InterCityHotels geben. iesen Bereichen werden alle für die Betriebe notwendigen Dienstleistungen (Gastronomie, Verkauf, Produktmarketing) zugeordnet. Die Verkaufsleistung wird künftig in der Steigenberger Hotel Group auf zwei Ebenen erbracht: Die Key Accounts agieren aus den drei Geschäftsbereichen der Steigenberger Hotel Group in Frankfurt und die anderen regionalen Verkaufsbüros werden in den Verkauf der Hotels an den Standorten integriert. „Mit dieser schlanken Struktur werden die Kommunikationswege kürzer und die schnelle Umsetzung von kunden- und marktrelevanten Maßnahmen wird gesichert“, erklärt Vorstandssprecher Schattmaier.



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