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Konzerngewinn wächst bei sinkenden Margen

Nachdem Burger King Miami bereits vor zwei Wochen verkündet hatte, im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 rückläufige Gästezahlen und Gewinne verzeichnet zu haben, präzisierte das Unternehmen jetzt seine Erklärung zum Geschäftsverlauf der ersten drei Monate 2009: Während die Umsätze sich im Januar und Februar positiv entwickelten, hat uns der unerwartete Einbruch im März in vielen unserer Märkte hart getroffen“, erklärte CEO John Chidsey. Dies gelte insbesondere für Mexiko und Deutschland. „Wir sind enttäuscht von den Margen in unseren Restaurants, aber froh, dass wir durch fortgesetztes Wachstum, Kostenreduktionen im administrativen Bereich, niedrigere Zinsen und Steuerersparnisse die Auswirkungen auf die allgemeine Gewinnsituation begrenzen konnten.“ Der Netto-Gewinn des Konzerns konnte so von 41 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 47 Mio. Dollar im dritten Quartal 2008/2009 gesteigert werden – ein Plus von 15 %. Der Konzernumsatz (Eigenregie + Franchisegebühren) lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 600 Mio. US-Dollar – ein Prozent über dem gleichen Vorjahreszeitraum. Bei 355 neu eröffneten Restaurants weltweit. Im weltweiten Durchschnitt sanken die Margen in den Restaurant von 13,2 im Vorjahreszeitraum auf 11,7 Prozent – auch beeinflusst von relativ steigenden Personalkosten angesichts nachlassender Besucher-Frequenzen. Vor allem in Deutschland habe sich auch der neue Tarifvertrag Systemgastronomie negativ auf die Gewinnspannen ausgewirkt. Darüber hinaus seien die Kosten für Lebensmittel und Rohstoffe weltweit gestiegen. Division Vice President Central Europe Thomas Berger bestätigt die Probleme im deutschen Markt: „Es stimmt, wir haben mit Frequenzverlusten zu kämpfen. Das erste Quartal 2009 war für uns sicherlich eines der schlechtesten der vergangenen Jahre in Deutschland.“ Inzwischen schlage sich die Wirtschafts- und Finanzkrise voll auf das Quickservice-Geschäft nieder. „Dabei hatten wir 2008 noch gehofft, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Leider ist der deutsche Verbraucher grundsätzlich pessimistisch und hält sich bei Vertrauensverlust in die Wirtschaft mit seinen Ausgaben in 2009 zurück.“ Nachdem in den ersten drei Monaten des Jahres – insbesondere wegen der kalendarischen Verschiebung des Osterfestes – deutlich weniger Gäste als im Vorjahr die über 660 deutschen Burger King-Restaurants besuchten, seien schnell Maßnahmen eingeleitet worden, den Trend zu drehen: „Wir haben erstmals seit der Einführung der 99ers 2002 diese wieder im TV beworben. Außerdem wurde die in England sehr erfolgreiche King-Deal-Promotion übernommen. Was heute zählt, ist einerseits ein top Preis-/Leistungsverhältnis, zum anderen exzellente Qualität und Service. Wer seinen Euro dreimal umdrehen muss, will entsprechend viel dafür bekommen.“ Große Hoffnungen setzt man auch auf das kürzlich gestartete Frühstückssortiment, das seit dem 31. März in Deutschland sukzessive ausgerollt wird. Die Umsätze im April stimmen Berger schon wieder optimistisch. „Ich glaube fest daran, dass die Menschen bald genug haben von den immer schlechteren Nachrichten und sich wieder etwas gönnen.“ Und auch Miami gibt sich kämpferisch: „Mit positiven Comparable Sales im April und taktischen Reaktionen auf die sich rapide verändernden Märkte schaffen wir es, auch in schwierigem ökonomischen Umfeld unsere Umsätze weiter zu steigern. Allerdings schauen wir mit etwas konservativeren Gewinnerwartungen auf das vierte Quartal, da niemand sagen kann, welche Auswirkungen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen und ganz aktuell die Schweinegrippe auf unser Geschäft haben werden“, so Chidsey. www.burgerking.de www.bk.com Redaktion food-service Burger King, Geschäftsbericht, Quartal, John Chidsey, Thomas Berger, 99ers, King Deal


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