Fußball-WM

Kritik an Entscheidung gegen Geflügel

Die Entscheidung der Fifa, Geflügelfleisch von der Speisekarte für das Catering bei der Fußballweltmeisterschaft zu nehmen, stößt auf Kritik. Verbraucherschutzminister Horst Seehofer und der Deutsche Bauernverband (DBV) protestierten in öffentlichen Stellungnahmen gegen die Maßnahme. „Die Entscheidung ist inakzeptabel. Es besteht überhaupt kein Grund, in den WM-Stadien auf Geflügelfleisch zu verzichten“, so DBV-Chef Gerd Sonnleitner in einem Brief an den Fifa-Präsidenten Joseph Blatter. „Unsere Produkte sind sicher. Wir haben umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen, durch die ein Viruseintrag in die Nahrungsmittelkette ausgeschlossen ist.“ Ohnehin führe die übliche Zubereitung der Produkte zu einem Abtöten der Viren. „Die durch das Auftreten der Vogelgrippe äußerst schmerzlichen wirtschaftlichen Konsequenzen für die deutsche Geflügelwirtschaft sollten nicht auch noch durch derartige Entscheidungen verstärkt werden, so Sonnleitner. Auch bei Verbraucherschutzminister Seehofer stieß die Reaktion der Fifa auf das Auftreten erster Vogelgrippefälle in Deutschland auf Kritik. „Bisher ist die Vogelgrippe bei Geflügel nur in Wildvogelbeständen nachgewiesen worden, nicht aber bei Nutzgeflügel. Die Entscheidung der Fifa ist mir daher völlig unverständlich,“ sagte Seehofer. Beide appellierten an die Fifa, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. www.fifaworldcup.com


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