Mutterland, HH

LEH-Konzept mit erweitertem Gastro-Part

Seit November 2007 beglückt ein kleiner Store (200 qm) namens Mutterland unweit des Hamburger Hauptbahnhofes seine Kunden mit einem Mix aus frischer, hochwertiger Gastronomie und lifestyligen Delikatessen (LEH). „Wir sind ein Ladengeschäft, eine Marke und eine Hommage an die Mütter in Deutschland“, bringt der gastronomieerfahrene Geschäftsführer Jan Schawe (GF Bar Hamburg und Bar Amora) den philosophischen Ansatz auf den Punkt. Atmosphärische Eyecatcher: ein 12 m langer Tresen und 5 m Deckenhöhe in dem ansonsten bewusst schlicht gehaltenen ’Laden’ mit Regalen aus Holzkisten und den dominierenden Farben Grau und Weiß. Inzwischen hat man ein wenig am Konzept gefeilt. Zwei Veränderungen, die den Gastro-Part der klar handels-lastigen Formel betreffen: Die Sitz-Kapazitäten (16 Sitzplätze + 2 Außen-Bänke, vorher 4 Stehtische) wurden aufgestockt und das kalte um ein warmes Speisen-Angebot erweitert. Das neue, warme Portfolio läuft unter dem Motto ’Hausmannskost’ und offeriert Bodenständiges wie Frikadellen, Tafelspitz oder Kartoffelsalat. Nicht zu vergessen: Suppen bzw. Eintöpfe – sie werden gegenwärtig am stärksten nachgefragt. Während man das kalte Segment frischer Salate, belegter Brötchen, saftiger Pausenbrote, Joghurt-, Quark- und Müslispeisen etc. frisch vor Ort produziert, wird die warme Schiene von einem externen Dienstleister bezogen. Zu diesem Zweck kooperiert Mutterland mit ’The Foodists’, einer seit 2004 bestehenden Hamburger Catering-Company. Ebenfalls nicht aus eigener Herstellung, sondern von einem renommierten Hamburger Kaffeehaus stammt das Angebot feiner Konditorwaren und Gebäckstücke. Auf der Getränkeseite werden vor allem frische Obst- und Gemüsesäfte sowie die hochwertigen Kaffee- und Teespezialitäten nachgefragt. Doch auch die ein oder andere Flasche Wein aus dem Handelsportfolio wird im Gastrobereich konsumiert. Bei rund 8 EUR liegt der Ø-Gastro-Bon, allerdings mit großen Schwankungen. Und viele Gäste, die zum Vor-Ort-Verzehr kommen, werden darüber hinaus beim Handelssortiment schwach. Auch eilige Take-away-Kunden kommen auf ihre Kosten: Vakuumverpackte Mittagsgerichte wie z.B. Spätzle mit roten Linsen, Schweinefilet, Goulasch etc.), die der Marke Mutterland in der 10 min. entfernten hauseigenen Produktionsküche produziert werden, sind für den Verzehr am Arbeitsplatz oder Zuhause gedacht. Neu im Handelsbereich: Seit etwa 6 Wochen lockt eine Wurst- und Käsetheke mit hochwertigen Produkten regionaler Herkunft. Ebenfalls neu ist die Eistheke von Liebmilch, einer örtlichen Eismanufaktur aus dem Stadtteil Ottensen. Ansonsten musste am Eröffnungs-Sortiment nicht gedreht werden: eine reiche Auswahl von Marmeladen & Fruchtaufstrichen über Schokoladen bis hin zu Säften, Milchprodukten, Obstbränden und Weinen. Teils von namhaften Herstellern, teils von kleinen deutschen Manufakturen, manches von Bio-Erzeugern und einiges wie z.B. Kaffee und Convenienceprodukte unter Eigenmarke. Mutterland – ein noch junges, sehr angesagtes Konzept, das immer wieder durch frisch-freche Aktionen auf sich aufmerksam macht. Etwa Kaffeebohnen-Service für Büros (ab 6 kg wird verschickt, Rabatt auf größere Mengen) oder Geburtstagstorten für Kunden aus dem Hamburger Raum. Stärkste Tage: Do-Fr. ÖZ: Mo-Sa von 8-21 h. Jüngste Pläne: In ca. 6 Wochen soll eine Website mit der Möglichkeit zum Online-Shoppen starten. Und eventuell will man in absehbarer Zeit auch Sonntags öffnen. www.mutterland.de


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