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Länder unterstützen Studentenwerke immer weniger

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) als Bundesverband der 58 Studentenwerke in Deutschland beklagt mangelnde finanzielle Unterstützung durch die Länder. Wie der Verband meldet, machten die Landeszuschüsse oder Finanzhilfen der Länder mit 141,3 Millionen Euro im Jahr 2008 nur noch 11,4% der Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus. Anfang der 90er Jahre waren es noch über 24%.
"Zwei Drittel ihrer Einnahmen erwirtschaften die Studentenwerke inzwischen selbst", erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde, "das ist ein Erfolg ihrer Kunden- und Marktorientierung. Aber das darf für die Länder kein Argument sein, ihre finanzielle Unterstützung noch weiter zurück zu fahren und sich aus ihrer sozialen Verantwortung für ihre Studierenden zu stehlen." Nach der jüngsten statistischen Übersicht erzielten die 58 Studentenwerke in Deutschland mit fast 16.000 Beschäftigten im Jahr 2008 Gesamteinnahmen von rund 1,237 Milliarden Euro, 4,2% mehr als 2007.

Die Semesterbeiträge der Studierenden haben mit 175 Millionen Euro oder 14,1% inzwischen einen größeren Anteil an den Gesamteinnahmen der Studentenwerke als die finanziellen Beiträge der Länder, so Meyer auf der Heyde. "Weiteren Erhöhungen der Semesterbeiträge sind jedoch enge Grenzen gesetzt, zumal der überwiegende Teil der Studierenden durch Studiengebühren zusätzlich erheblich belastet wird." Im Bundesdurchschnitt bezahlen die Studierenden rund 50 Euro Beitrag an ihr Studentenwerk im Semester. Meyer auf der Heyde sagte an die Adresse der Länder: "Bologna, Studierendenhoch, soziale Öffnung der Hochschulen, Fachkräftemangel: Das deutsche Hochschulsystem steht vor großen Herausforderungen. Die Länder und die Hochschulen brauchen starke Studentenwerke, um diese Herausforderungen bewältigen zu können."

www.studentenwerke.de




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