EU

Lebensmittel-Kennzeichnung beschlossene Sache

Die Verbraucherminister der Europäischen Union haben die lange Zeit kontrovers diskutierte Nährwert-Kennzeichnung beschlossen. Die Verbraucher sollen künftig am Produkt ablesen können, wie viel Zucker, Fett, Salz oder Eiweiß pro 100 Gramm enthalten sind.

Die Verordnung kann in vollem Umfang 2014 in Kraft treten wenn das EU-Parlament im kommenden Juni seine Zustimmung gibt. Die von Verbraucherschützern favorisierte Ampelkennzeichnung ist damit endgültig vom Tisch. Die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner trägt den Beschluss mit, mahnt aber weitere Nachbesserungen etwa beim Herkunfts-Nachweis von Lebensmitteln an.
Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) begrüßt die Entscheidung. Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Horst: "Die deutsche Lebensmittelwirtschaft ist für die neue verpflichtende Nährwertkennzeichnung bestens gerüstet. Ihre Vorgaben entsprechen im Großen und Ganzen dem bislang freiwillig praktizierten System." Mehr als 80 Prozent aller Lebensmittelverpackungen in Deutschland werden damit bereits gekennzeichnet. Kritisch bewertet der BLL dagegen die Vorschläge des Rates zur Herkunftskennzeichnung. Hier vertrete die Lebensmittelwirtschaft die Position der Europäischen Kommission. Danach sei eine Ausdehnung der generellen Verpflichtung zur Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel und deren Zutaten nicht praktikabel. 


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