Junior-/Miniköche D

Lehrgangs-Abschluss-Sommerfest mit Galadinner

Mit einer beeindruckenden Küchen- und Service-Leistung beendeten zwei Jahrgänge der Mini- und Juniorköche Deutschlands ihre Ausbildungszeit. Im Steigenberger Hotel Bad Homburg verwöhnten knapp 40 Kinder und Jugendliche über 100 geladene Eltern, Freunde und Unterstützer des Projektes im Rahmen eines ’Sommerfestes der guten Laune’ mit einem mehrgängigen Menü.
 
Das Prozedere des Festablaufes feierte eine Premiere. Erstmalig kredenzten die jungen Köche die neun Gerichte des Drei-Gang-Menüs als Buffet – mit Endfinishing direkt vor dem Gast. Mit viel Fingerspitzengefühl leisteten ausgewählte Küchen- und Servicekräfte des Steigenberger Hotels hin und wieder Hilfestellung – unter Leitung des Küchenchefs Frank Haipeter, der sich über den engagierten Einsatz der neuen, kleinen Kollegen äußerst begeistert zeigte und mit Lob nicht sparte.
„Bereits am Samstag opferte unser ambitionierter Küchennachwuchs – 25 Mini- und 13 Juniorköche – den kompletten Nachmittag, um die drei Vor-, vier Hauptspeisen und zwei Desserts vorzubereiten“, erklärte Andreas Eggenwirth, der mit Unterstützung seiner Agentur gourmetConnect das Miniköche-Projekt seit 2003 ehrenamtlich leitet. Auch am Sonntag werkelte das Team der Jungköche ab Mittags in Küche, Bankettsaal und Foyer, damit bis zum Start des Festes mit einem Aperitif-Empfang um 17 h nicht nur die Tische perfekt dekoriert und eingedeckt, sondern auch die Gerichte fertig zubereitet waren.

Sogar mit einer jungen Pianistin aus den eigenen Reihen konnte man aufwarten – ein Programmpunkt, der sich spontan ergeben hatte. Und er sorgte für gelockerte Stimmung manch eines Minikochs, der anfangs sichtlich angespannt und hochkonzentriert mit den alkoholfreien Florida- und Captain Blaubär-Cocktails und der Sektflasche hantierte.

Nach dem Aperó führten die Mini- und Juniorköche ihre Gäste zu sommerlich geschmückten Tischen – gesetzte Tischordnung. Die Deko: Rollrasen, Rosenblüten und Servietten in nahezu allen Falttechniken, die vorstellbar sind – vom Hemd bis zur Bischofsmütze. Die Menükarte bot eine Auswahl der kulinarischen Highlights der letzten beiden Ausbildungsjahre.

Die Vorspeisen:
#o Kräuter-Lachs-Crêpes mit Schnittlauchcreme und Sommersalaten
#o Frankfurter-Grüne-Soße mit Wachteleiern
#o Apfel-Kartoffelsuppe mit Frankfurter-Würstchen-Biskuit
Die Hauptgerichte:
#o selbstgemachte Kurkuma-Tagliatelle mit Tomaten-Fenchel-Sauce
#o Filetgeschnetzeltes vom Schwein mit Champignons und Äpfeln in Sahnesauce
#o hausgemachte Spätzle
#o Frankfurter-Schnitzel mit Grüner Soße
#o Mailänder-Schnitzel mit Tomatensauce
Und die Desserts:
#o Panna-Cotta mit Erdbeersauce
#o Tigerenten-Crêpe mit Schokoladenmousse und Orangenspalten.

Auch den Tisch-Service nebst Ausschank der Weine und sämtlicher sonstiger Getränke managten die eifrigen Kids und Teens mit Bravour und nahezu ohne Unterstützung der Profikräfte, die mit so viel Power wirklich nicht gerechnet hatten. Eine perfekte Gesamtleistung, die den abendlichen Unkostenbeitrag pro Gast zweifellos wert war: 49 € exklusive Getränke am Tisch.
 
Zugegeben: Als um ca. 20 h der kulinarische Part des Festes mit der Ehrung der Kinder und Übergabe der Urkunden seinen Abschluss fand, wirkten manche Jungköche und Servicekräfte doch etwas angeschlagen. „Seit 12 h stehe und laufe ich herum, jetzt spüre ich meine Füße ganz ordentlich“, gestand ein Elfjähriger erschöpft, aber mit leuchtenden Augen.

„Die Buch-Präsente der Kinder, die für besondere Leistungen gelobt werden, hat unser Sponsor Consorzio Parmigiano Reggiano gestiftet. Als weitere Förderer möchte ich die aktiv beteiligten Restaurants und Hotels nennen (Schuch’s Restaurant, KochWerk, Ristorante Casa Nova, Hessischer Hof, Radisson SAS, Best Western IB Hotel, Döpfners Restaurant/Hotel Maingau (alle FFM.), Hotel Wessinger, Neu-Isenburg). Außerdem das Textilreinigungsunternehmen Alsco, das die Pflege der Kochkleidung übernimmt“, richtete Kursleiter Eggenwirth seinen Dank an die unterstützenden Partner des Kochprojektes.

Einige Eckdaten zur Entstehungsgeschichte der Miniköche: 2003 entstand die Idee – als Wunsch gastronomie-affiner Eltern, die ihre Kinder gerne kulinarisch gefördert und geschult wissen wollten. Gedacht, getan. Bis 2005 lief der Frankfurter Miniköcheclub als Angebot für 6-10-Jährige in Kooperation mit den Europa-Juniorköchen von Jürgen Mädger im schwäbischen Bartholomä. Die Inhalte: Ernährungswissen, Tafelkultur und Kochkenntnisse. „Doch uns fehlte im Mädger-Konzept die Perspektive für die Jugendlichen, also stellten wir unseren Verein mit Hilfe der unterstützenden Sponsoren und Restaurants/Hotels auf eigene Füße“, erklärte Eggenwirth. Damit war der einjährige Kurs für die Juniorköche als Fortsetzung des zweijährigen Miniköche-Lehrgangs aus der Taufe gehoben.

Beide Kurse finden im Vier-Wochenrhythmus Samstags in den beteiligten Restaurants und Hotels statt. Flankierend sorgen diverse Exkursionen zu Bauernhöfen und Erzeugerbetrieben sowie zur Slow-Food-Messe in Stuttgart für praxisnahen Input. Auf der Messe stellen alljährlich zwei Gruppen mit großem Erfolg ihr Können im Rahmen eines Kochwettbewerbs der AOK unter Beweis.

www.juniorkoeche-deutschland.de
 


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