Sol Meliá

Leichte Erholung spürbar

Die spanische Hotelgruppe Sol Meliá mit Sitz in Palma de Mallorca verzeichnet eine allmähliche Erholung ihres Geschäfts. Die Hotelgesellschaft, die in 2001 bei einer durchschnittlichen Belegung von 70 Prozent einen Umsatz in Höhe von 1,016 Mrd. Euro erzielte, notiert in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen nur mehr um 4,8 Prozent gesunkenen Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) gegenüber Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal 2001 war der RevPAR noch um 17,6 Prozent zurückgegangen. Sol Meliá betreibt derzeit mehr als 350 Hotels in über 30 Ländern. In den europäischen Ferienhotels der Gruppe erholte sich der Zimmerumsatz im ersten Quartal 2002 und liegt nun wieder auf dem Niveau der Vergleichsmonate 2001. Auch die Stadthotels in Europa, zu denen die zwölf deutschen Tryp Hotels gehören, beginnen die allgemeine Flaute zu überwinden. Nach einem Einbruch von 17,2 Prozent des RevPAR im vierten Quartal 2001 verzeichneten die Sol Meliá Hotels in Europa pro verfügbarem Zimmer in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen gemilderten Umsatzeinbruch von 5,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2001. Nach Angaben des Unternehmens waren von den Folgen des 11. September am stärksten die 50 Sol Meliá Hotels der Americas Division betroffen, deren RevPAR im letzten Quartal des vergangenen Jahres 31,8 Prozent eingebüßt hat. Auch in diesem Bereich erwartet die Gruppe eine Verbesserung, doch auch in den Anfangsmonaten 2002 liegt der RevPAR noch um 15,1 Prozent zurück. Bei einem Umsatz von 227,3 Mio. Euro (-3,2 Prozent) im ersten Quartal 2002 verzeichnete Sol Meliá mit einem EBITDAR (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung, Amortisation und Pacht) von 63,6 Mio. Euro ein Rückgang von minus 19,6 Prozent. Im gesamten Geschäftsjahr 2001 erzielte Sol Meliá einen EBITDAR von 229 Mio. Euro. Trotz der angespannten Wirtschaftslage hält Sol Meliá an der angekündigten Expansion fest. Im ersten Quartal 2002 hat das Unternehmen vier weitere Hotels in Spanien eröffnet. Zum 31. März dieses Jahres lagen darüber hinaus Verträge für weitere 63 Hotels vor, die in den kommenden zwei Jahren international eröffnet werden sollen.
stats