McDonald’s

Lotet McCafé-Potenziale aus – Stand-alone in Köln, Produkttests am Ku'Damm

Zwei McCafé-Adressen finden in der deutschen McDonald’s-Family derzeit besondere Beachtung. Es geht um die konzeptionelle Fortschreibung des Kaffeebar-Moduls: neue Standortkategorien, gestärktes Food-Profil. Im Kölner Hauptbahnhof erprobt McDonald’s seit Juli dieses Jahres eine Stand-alone-Version – als Satellit, doch räumlich losgelöst vom Mutterbetrieb. Im kürzlich eröffneten Flagship-Betrieb der Marke am Berliner Ku’damm laufen dagegen umfangreiche Produkttests, im Fokus stehen Backsnacks sowie ein massiv ausgebautes Angebot an Eis- bzw. Eisdrink-Kreationen, aber auch ein breites Mitnahmesortiment.

Blick nach Berlin: Nach aufwändiger Umrüstung des langjährigen Marché-Standorts am Ku’damm Nr. 15 präsentiert sich das zweigeschossige 199-Plätze-Restaurant im coolen Wood & Stone-Design. Als nahezu autarke Einheit ist das McCafé-Modul positioniert. In Sachen Sortiment blieb hier kaum etwas beim Alten. Premiere für belegte Brötchen, in kleinen Chargen in der winzigen Belegstation direkt vor Ort gefertigt: Zu zwei eigens für McCafé entwickelten 'salzigen' Sorten, sprich Ciabatta- sowie Roggenbrötchen, gesellt sich künftig eine dritte, süße Variante aus Briocheteig. Branding der einfallsreichen Art: Die Brötchen tragen das berühmte 'M' in die Kruste eingraviert. Hochwertig belegt – etwa mit Provolone oder Briekäse - und verfeinert mit anspruchsvollen Spreads, fanden die Brötchen (Preisband 2,99-3,99 EUR) auf Anhieb Akzeptanz. Weitere Innovation: pikant gefüllte Hefeteigschnecken in zwei Varianten, vorm Verzehr im Speed-Ofen erwärmt.
In der süßen Abteilung des Counters: innovative Backwaren namens Swirls – exklusiv für McCafé kreiert und rezeptorisch angelehnt an dänisches Blätterteiggebäck, chargenweise vor Ort frisch aufgebacken.

Ins Auge fällt die großzügig dimensionierte Topping-Bar für individuelle Eiskreationen auf Softeis-Basis, hier erstmals auch als Joghurt-Version. Gemischt mit Saucen, Beeren, Früchten etc., lässt sich jede Eiskomposition auch als Shake zubereiten. Demonstrative Inszenierung plus die Möglichkeit, nach eigenem Gusto zu komponieren: Beides verspricht deutliche Impulse in Sachen Eisabsatz. Erfordert aber auch deutlich mehr Handling-Aufwand.

Zwecks Ausbau des Mitnahmegeschäftes wurde zudem erstmals ein Grab-and-Go-Regal integriert. Hier neben Kaltgetränken zu haben: abgepackte Ware von belegten Brötchen über Wraps (2,99 EUR) und Salate bis hin zu frisch vor Ort zubereiteten Joghurt- und Quarkdesserts (190 g/1,99 EUR).

Mehr Auswahl, mehr to-go-fähige Offerten, mehr erfahrbare Frische und vor allem ein attraktives Brotsnack-Angebot – das gewichtige, wachstumsstarke Produkteld kann und will man schlichtweg nicht den Bäckern überlassen. Ganz generell ein klares Statement pro Qualität (weshalb hier wie in Köln statt der üblichen Kaffeevollautomaten Siebträgermaschinen zum Einsatz kommen). Leitlinie hier: möglichst unverwechselbare, USP-starke Produkte, „ownable products“.

Die Franchisenehmer sehen’s mit gespanntem Interesse. Mehr Umsatzpower für McCafé: Das Testlabor am Ku’damm ist auf diesem Weg ein großer Schritt voran.

www.mcdonalds.de



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