todi’s

Maultaschen und Spätzle im System

Heimatküche und Systemgastronomie – für Tobias und Julia Meyer kein Widerspruch. Unter dem Namen todi’s stellten sie ein Konzept auf die Beine, das kulinarisch in Schwaben beheimatet ist.  2006 startete das erste Outlet in Stuttgart. Im Sommer wird Nummer 4 eröffnen – ebenfalls in der baden-württembergischen Hauptstadt.
‚Regionale Originale & kultige Klassiker‘ lautet das Leitmotiv für das Konzept der Meyers. Im Kräfteverhältnis 80 % schwäbisch zu 20 % deutsch. 2004 schrieb das Unternehmerpaar den ersten Businessplan für ein deutsches Systemgastronomie-Konzept, zwei Jahre später feierte man mit todi‘s Premiere in Stuttgart. 2013 sind es drei Standorte: Ludwigsburg (2009) und Heilbronn (2010) sind hinzugekommen. Mit der Eröffnung des neuen Foodcourts im Stuttgarter Königsbau (ECE/2.000 qm/ 13 Gastroeinheiten/450 Plätze) werden es vier sein. Die Stuttgarter Nummer 1 beweist derweil, dass die Verbindung tragfähig ist. Auf 200 qm, mit 125 Plätzen innen und weiteren 90 außen, machte das Outlet 2012 einen Nettoumsatz von 1,4 Mio. €.  

Die Top 5 im schwäbischen System (in den Outlets Stuttgart und Heilbronn) sind Maultaschen geröstet & Salat (7,40 €), Allgäuer Kässpätzle (5,90 €), Original Currywurst & Pommes (5,80 €), Linsen & Spätzle mit Saiten (6,70 €) und Schnitzel ‚Wiener Art‘ (6,20 €). Topseller unter den Getränken ist Gaffel Kölsch vom Fass – hier outet sich der Inhaber als Rheinländer! Im deutlich kleineren Ludwigsburger Outlet tritt die Formel snacklastiger und to-go-tauglicher auf. Am erfolgreichsten sind hier Maultaschen Burger (3 €), Allgäuer Kässpätzle und heißer Fleischkäse (2,50 €). Auch im Königsbau wird man mit dieser Aufstellung antreten.

Getreu der Maßgabe eines Systems, findet in den Küchen von todi’s nur der finale Zubereitungsschritt statt. „Wir lassen nach unseren Rezepturen von regionalen Produzenten herstellen“, betont Tobias Meyer. Mehr als 90 % der Lieferanten kommen aus der unmittelbaren Region. Schnelligkeit ist dabei das Top-Argument, mit dem man sich gegenüber der traditionellen Gastronomie behaupten will. Bestellt wird am Counter, serviert wird am Tisch. Während des Bestellvorgangs ist der Blick in die Küche frei. „Absolute Transparenz.“ Bei Ambiente und Qualität der Speisen sieht man sich mit individuell geführten Restaurants gleichauf.

Von der Nachhaltigkeit seines Küchenkonzepts ist sein Gründer überzeugt: „Heimat ist ein emotionsgeladenes Konzept. Das Thema erfährt zwar gegenwärtig starken Rückenwind, von dem auch wir profitieren, wird im Kontrast zu Trends oder Moden nie in sich zusammenbrechen.“ Grundsätzlich könne todi‘s sicher auch außerhalb der schwäbischen Heimat funktionieren. Dennoch will Meyer aus operativen Gründen erst einmal rund um Stuttgart clustern – bislang ausschließlich in Eigenregie. Frühestens ab Nummer 6 werde man über ein Partnerkonzept nachdenken. In der ‚Schaltzentrale‘ hingegen ließen die Meyers bereits einen Partner an Bord. 2010 meldete der Unternehmer Karlheinz Wiesheu Interesse an und stieg mit einer Minderheitsbeteiligung ins Geschäft ein.

www.todis.de


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