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McDonald's-Check fast so quotenstark wie Lidl-Analyse

Exakt 5,19 Mio. Menschen haben sich gestern im Ersten Programm direkt nach der Tagesschau den McDonald's-Check angeschaut. Damit kam dieser nicht ganz an die Zahlen des Lidl-Checks (6,3 Mio.) vom vergangenen Montag heran, doch bei den 14- bis 49-Jährigen war er mit sage und schreibe 2,2 Mio. jungen Zuschauern genauso erfolgreich. Zahlen, die für das Erste Programm nicht alltäglich sind. Selbst nicht auf diesem prominenten Sendeplatz um 20.15 h mit einem verbraucherorientierten Format.

Das Check-Ergebnis der ARD-Journalisten für McDonald's:
  • Geschmack: enttäuschend
  • Verführung: raffiniert
  • Bekömmlichkeit: gering
  • Fairness: unzureichend
Wer die Sendung verpasst hat, kann in den Mediatheken von ARD das Ganze nachholen (dies gilt auch für die bereits gezeigten Episoden über Tchibo, Aldi, Ikea und Lidl in der Reportagen-Serie 'MarkenCheck'). Nächsten Montag folgt H&M.

www.daserste.de

Wie erwartet bei diesem Story-Format: kein Lob für den Marktführer, aber auch keine skandalösen News. Dass in den Geschmackstests Burger King stets besser abschnitt als McDonald's, tut in München natürlich den einen weh und den anderen gut. Für nicht wenige Fachleute war klar, dass in der direkten Gegenüberstellung der beiden Produkte Royal TS und Whopper der Burger King-Star gewinnen würde.

Natürlich, der Burger von Joe Champs überragte alles, aber es handelt sich dabei um das Angebot einer anderen Restaurant-Kategorie.

Drei Fastfood-Marken waren im Spiel – McDonald's, Burger King und Nordsee –, spannend zu sehen, was sich bei ihnen in den nächsten Tagen umsatztechnisch tut. Ob der ARD-Millionenerfolg Auswirkungen hat und welche.

Soviel ist 20 Stunden später schon klar: Bei facebook und in den Blogs toben sich die Fans aus. Da setzt sich die Sendung fort. Es ist die Stunde der sozialen Plattformen.

Mehr noch als nach dem Lidl-Check: umfangreiche Beiträge der Online-Redaktionen von Publikumsmedien. Und da heißt es dann beim Handelsblatt: "Eine Fastfood-Analyse ohne den nötigen Biss." Es wird umfangreich analysiert, zu welchen Ergebnissen die Sendung kam, aber auch, welche ARD-Eigeninteressen sie verfolgt und wie wenig Neues für den Verbraucher dabei war. Ähnlich Spiegel-Online.

Ganz anders etwa der Berliner Kurier mit der Überschrift: "McDonald's kriegt eins übergebraten ... in der Führungsetage von McDonald's wird man Rotz und Wasser heulen."
Es ist nicht das Ziel dieser Sendereihe, Milliardenerfolge ganzheitlich zu erklären. Viel mehr will man Konsumschwergewichte mit ausgewählten Aspekten kritisch unter die Lupe nehmen. Die Instrumente dafür reichen von subjektiven Straßenbefragungen bis mehrstufigen Analysen, das Fazit stellt weder die Fans noch die Feinde zufrieden.

www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/eine-fastfood-analyse-ohne-den-noetigen-biss/6074824.html

www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,809011,00.html
 

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