Emnid-Ökobarometer

Mehr Bio auf den Kinderteller

Die Ernährung ihrer Kinder liegt den Deutschen scheinbar besonders am Herzen: Zirka 91 Prozent halten nach eigenen Angaben Biolebensmittel bei der Ernährung von Kindern für wichtig. Das ergab jetzt das aktuelle Ökobarometer des Marktforschungsinstitutes Emnid im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Danach erachtet die große Mehrheit der Deutschen die Gesundheit der Kinder offenbar als essentiell. 58 Prozent finden, dass Biolebensmittel bei der Ernährung der Kinder sehr wichtig ist, 33 Prozent halten sie für wichtig und lediglich eine kleine Minderheit von acht Prozent glaubt, dass Biolebensmittel in DER Kinderernährung weniger wichtig sind. Insgesamt zeichnet sich jedoch eine positive Tendenz bei der Einstellung der Verbraucher zu Biolebensmitteln ab, die seit der ersten Befragung im November 2002 anhält. Zudem gewinnt die Gentechnikfreiheit von Lebensmitteln als Kaufkriterium vor allem bei Frauen an Bedeutung. Um ganze sechs Prozent gesunken ist die Zahl derjenigen, die den Preis für den hauptsächlichen Hinderungsgrund beim Kauf von Biolebensmitteln halten. Betrachte man den gesamten Befragungszeitraum seit der Erstellung des ersten Ökobarometers im November 2002, sei festzustellen, dass Bio keine kurzfristige ‘Modeerscheinung‘ ist. Vielmehr sei das Ansehen von Biolebensmitteln bei den Verbrauchern unverändert hoch. Ganz besonders bei der Ernährung der Kinder finden die Deutschen, dass Biolebensmittel einen sehr wichtigen Beitrag leisten. Darüber hinaus reagieren die Verbraucher sensibel auf aktuelle Ereignisse wie die derzeitige Debatte um den Einsatz von Gentechnik. "Es bleibt abzuwarten, ob sich der Wunsch nach gentechnikfreien Lebensmitteln künftig in einem Absatzplus im Segment Biolebensmittel niederschlagen wird, bei deren Herstellung gänzlich auf Gentechnik verzichtet wird", heißt es aus dem Bundesverbraucherministerium.

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