Zoo Hannover

Mehr Gastronomie, großer Erfolg mit eigener Eismanufaktur


Mit der Ende Mai eröffneten siebten Themenwelt Yukon Bay, eine rd. 22.000 qm große Alaskalandschaft, wurde auch das gastronomische Portfolio des zoologischen Gartens in Hannover deutlich ausgebaut.
Herzstück der neuen Zentralgastronomie ist die zweigeschossige Yukon Market Hall mit fünf eigenständigen Countern, jeweils auf verschiedene Produktgruppen zugeschnitten und im Free-Flow-Prinzip angeordnet. Als größter Überraschungserfolg entpuppte sich bereits knapp fünf Monate nach dem Launch das allein auf natürlichen Zutaten basierende Eis aus eigener Produktion.

„Fast zweieinhalb Jahre haben wir experimentiert, an Rezepturen und Angebot getüftelt“, sagt Juilf-Werner Weinhart, gastronomischer Leiter im Zoo Hannover. Das Ergebnis: 16 cremige Premium-Sorten mit kanadisch-italienischem Einschlag – frei von künstlichen Zusätzen jedweder Art, handwerklich und vor Ort in einer öffentlich einsehbaren Manufaktur hergestellt. Sogar auf Vorstufenprodukte hat man zugunsten eines möglichst natürlichen Geschmackserlebnisses verzichtet, die Milch liefert ein regionaler Erzeuger.
Verkauft wird das mundwässernd ausdekorierte Wanneneis nicht nur im bedienten Eiscafé-Konzept Luigi Amarone und an den beiden Eiscountern (davon einer mit Cold Stone) in Yukon Bay. Auch in allen anderen Gastro-Outlets, die mobilen Verkaufseinheiten auf dem gesamten Parkgelände eingeschlossen, ist es Teil des Angebots. Und zwar als gespachtelte ’Streichportion’ (ca. 90 g/1,10 EUR) statt als Kugel, ausgenommen das Eiscafé mit seinem Eisbecher-Sortiment. „Das dauert zwar länger, betont aber zusätzlich den handwerklichen Touch unserer Eigenkreationen“, so Weinhart. Als Verkaufsziel fürs erste Geschäftsjahr angepeilt – orientiert am durchschnittlichem Eisabsatz der Vorjahre und Manufaktur-Invest – waren 10.000 Wannen à 5 l. „Schon jetzt sind wir bei 8.600 Wannen angekommen“, sagt Weinhart. Überhaupt liege die gesamte Gastronomie in der Market Hall 30-40 % über den Erwartungen.“

Noch mehr Überraschungserfolge in Hannover: zum Beispiel der Bison-Burger am Klondike Grill, das Fisch-Angebot aus dem gläsernen Show-Räucherofen, Kaffeespezialitäten auf Barista-Niveau sowie Popcorn mit Barbecue-Geschmack an der neuen Yukon Popcorn Station. Insgesamt peilt man dieses Jahr einen Gastro-Umsatz von knapp 9 Mio. EUR an – etwa 30 % mehr als 2009.

Damit ist der Plan voll aufgegangen: Die mehr als 35 Mio. EUR teure neue Erlebnislandschaft Yukon Bay sorgt sowohl für mehr Frequenz und eine längere Verweildauer als auch für mehr F&B-Konsum: „Die Kannibalisierungseffekte sind tatsächlich gering“, berichtet Weinhart. So liegt der durchschnittliche Gastro-Umsatz pro Besucher (Gastro-Umsatz/Tag geteilt durch Anzahl Tagesbesucher) inzwischen bei über 4 EUR – 2004 waren es noch 2,83 EUR. Während 2009 etwa 1,23 Mio. Menschen den zoologischen Garten in Hannover besucht haben, rechnet man in diesem Jahr mit gut 1,5 Besuchern.

www.zoo-hannover.de



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