Minijob-Zentrale

Meldeverfahren und Übergangsregelungen

Vom 1. April an greift die Neuregelung der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse. Die bisherige Grenze der Minijobs wird von 325 Euro auf 400 Euro erhöht. Die Meldungen und Beiträge gehen nur noch an eine zentrale Einzugsstelle: Die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft. Um einen Service aus einer Hand zu gewährleisten, wurden aus den bestehenden 4,1 Millionen Rentenkonten der bislang erfassten geringfügig Beschäftigten von den Rentenversicherungsträgern Bestandsmeldungen an die Minijob-Zentrale übermittelt. Arbeitgeber, die bereits geringfügig Beschäftigte angemeldet haben, müssen für die Umstellung nichts tun. Sie bekommen in den nächsten Tagen Post von der Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft. Weit über 1 Millionen Arbeitgeber erhalten dann die Kontrollauszüge über die vorliegenden Meldungen aller bislang auf 325-Euro-Basis Beschäftigten. Im Rahmen der Neuregelung der Minijobs ist es von April an möglich, neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung einen Minijob versicherungs- und beitragsfrei auszuüben. Nach der alten bis zum 31. März 2003 geltenden Regelung, wurde die geringfügig entlohnte Nebenbeschäftigung mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und war damit versicherungs- und beitragspflichtig. Derartige Minijobs werden nicht automatisch in den Datenbestand der Minijob-Zentrale übernommen. In diesen Fällen müssen die betreffenden Arbeitgeber zum 31. März 2003 gegenüber der bisher zuständigen Krankenkasse eine Abmeldung und zum 1. April 2003 gegenüber der Minijob-Zentrale die Anmeldung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung einreichen. Arbeitnehmer, die vor Anhebung der Entgeltgrenze von 325 Euro auf 400 Euro versicherungspflichtig waren, bleiben in ihrer Beschäftigung grundsätzlich versicherungspflichtig, auch wenn sie mit ihrem Verdienst jetzt regelmäßig nicht über 400 Euro liegen. Dasselbe gilt auch für Arbeitnehmer, die bislang aufgrund ihrer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden versicherungspflichtig waren. Diese bisher versicherungspflichtigen Beschäftigten können sich aber in den einzelnen Versicherungszweigen von der Versicherungspflicht befreien lassen. Hierzu genügt eine entsprechende Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber. Auskünfte und Informationen erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am kostenlosen Service-Telefon unter 0800 0 200 504 montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr oder im Internet: www.minijob-zentrale.de. Die Beiträge und Meldungen der Arbeitgeber sind zu richten an: Bundesknappschaft, Minijob-Zentrale, 45115 Essen.


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