Hilton

Milliardenangebot an Scandic

Hilton Group plc mit Sitz in London will für rund 1 Mrd. EUR die schwedische Hotelgruppe Scandic übernehmen. Ein entsprechendes Angebot im Wert von 972 Mio. EUR (1,9 Mrd. DM) in Geld und Aktien läge der größten skandinavischen Hotelgruppe seit kurzem vor, gab der britische Hotelkonzern bekannt. Die Übernahme der 154 Scandic Hotels, davon 133 in Skandinavien und Finnland sowie 21 weitere in anderen europäischen Ländern würde Hilton mit dann insgesamt 390 Hotels zum größten Vier- und Fünf-Sterne Hotelbetreiber Nordeuropas machen. Hilton Hotels betreibt alle Häuser der Marke Hilton ausserhalb den USA.

Darüber hinaus gehört dem Unternehmen der größte britische Buchmacher Ladbroke. In Deutschland ist Hilton mit acht Häusern vertreten, die zum größten Teil als Holiday Inns betrieben werden. Wie Hilton-CEO David Michels betonte, verfolge Hilton mit der Übernahme von Scandic die langfristige Strategie, eine größere Präsenz in Europa zu erlangen. Die Akquisition sei der erste Schritt, um dieses Vorhaben zu realisieren. Geplant sei, 48 Scandic Hotels in Hilton Hotels umzubenennen und die restlichen Häuser als Drei-Sterne-Scandics zu betreiben.

Die Scandic-Führung in Stockholm hat ihren Aktionären bereits geraten, das Übernahmeangebot von Hilton anzunehmen. Scandics Finanzberater Enskilda Securities bezeichnete das Angebot von 108 SEK und 1,1238 neuen Hilton-Aktien für eine Scandic-Aktie sowie 25 SEK in bar für Optionsscheine als fair. Laut Roland Nilsson, Präsident und CEO von Scandic Hotels AB, ist die Akquisition eine ökonomisch sinnvolle Entscheidung. "Die europäische Nordregion ist für jede Hotelgesellschaft mit paneuropäischer Wachstumsstrategie wichtig, und Scandic ist hier der unangefochtene Marktführer."

Die globale Präsenz der Marke Hilton mit der regionalen Stärke Scandics zu kombinieren sei sowohl eine gute Basis für eine positive Ertragsentwicklung als auch für die weitere Konsolidierung in Europa. Hilton-CEO Michels kommentierte darüber hinaus, dass die Übernahme Kosteneinsparungen in Höhe von 17 Mio. britischen Pfund jährlich bis zum Jahr 2003 garantiere.

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