Lindner Hotels AG

Mit Internet-Service weiter profilieren

Die Düsseldorfer Lindner Hotels AG will alle elf Business-Hotels der Gruppe bis Juni 2002 mit der Kommunikationstechnologie Wireless-LAN ausstatten. Mit dem neuen Business-Service will sich das familiengeführte Unternehmen auch künftig weiter auf dem Sektor New Media profilieren. "Wir sind keine große, sondern eine kleine Hotelgruppe. Daher müssen wir uns durch besondere Angebote Erinnerungswert schaffen", sagte Otto Lindner jun., Vorstand der Lindner Hotels AG, anlässlich der diesjährigen Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Auf dem Gebiet New Media hat Lindner ein innovatives Betätigungsfeld gefunden. Ob Check out via Handy (in der Praxis leider noch zu wenig genutzt), Videokonferenzen auf dem Zimmer oder modernste Telefonanlagen: In der Kommunikationstechnologie sind alle Häuser der Gruppe auf dem neuesten Stand. Nun kommt in Lobby- und Tagungsbereichen sowie in 30 Prozent der Businesszimmer noch Wireless-LAN hinzu. "Das drahtlose Netzwerk erlaubt es, Daten im Internet mit einer Hochgeschwindigkeit von elf Megabit pro Sekunde und damit bis zu 200mal schneller als per ISDN zu versenden", erläuterte Lindner Vorstand Andreas Krökel. Die neue Technologie stellt einen weiteren Service-Baustein für Business-Gäste dar, die in den Lindner-Hotels nach wie vor überwiegen. Doch auch hier bekam die Hotelgruppe im vergangenen Jahr die angespannte Weltlage zu spüren: "Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns", kommentierte Otto Lindner jun. das Jahresergebnis 2001. "Rezessive Tendenzen und der Terroranschlag am 11. September haben die budgetierten Steigerungsraten in den Business-Hotels gedämpft." Die Resorthotels hingegen hätten sich positiv entwickelt. Insgesamt erzielten die 12 Lindner Hotels in Deutschland 2001 einen Umsatz von 60,7 Mio. Euro (+6,7 Prozent). Das Bruttobetriebsergebnis sank auf 16,5 Mio. Euro (-1,8 Prozent), was hauptsächlich durch die renovierungsbedingte Schließung des Lindner Congress Hotels sowie das Fehlen der Düsseldorfer Großmesse Drupa begründet ist. Der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis stieg um 2 auf 84 Euro. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei 63,2 Prozent gegenüber 65,2 Prozent im Vorjahr. In der Schweiz erwirtschaftete Lindner mit drei Hotels einen Umsatz von 16,8 Mio. und ein Bruttobetriebsergebnis von 1,4 Mio. Schweizer Franken. Lindner betreibt dort seit 1980 ein Ferienhotel in Crans-Montana sowie zwei Hotels Leukerbad. Seit Januar 2002 firmiert auch das Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken unter Lindner-Flagge. "Die Schweiz ist nach wie vor eine interessante Destination für uns", bestätigte Lindner jun. die Absicht, im Nachbarland weiter zu wachsen. In Deutschland sind besonders Berlin und München noch gewünschte Standorte, in Hamburg wird Lindner demnächst mit einem Haus präsent sein.




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