Nestlé-Studie

„Mobile Eater“ auf dem Vormarsch

Die Deutschen entwickeln sich zunehmend zu einem Volk der „Mobile Eater“: Essen außer Haus, Snacks zwischendurch oder gar als Ersatz zur Hauptmahlzeit – all dies gehört für immer mehr Menschen zum Alltag. Zu diesem Ergebnis kommt die Nestlé-Studie 2011 - So Is(s)t Deutschland, die jetzt in Frankfurt am Main vorgestellt wurde.
Demnach hat jeder dritte Deutsche ständig oder teilweise einen unregelmäßigen Tagesablauf – mit steigender Tendenz. Die Konsequenz: Nur jeder Zweite (53 %) von ihnen nimmt sich bewusst Zeit, um in Ruhe essen zu können. 45 Prozent fehlt die Zeit, um sich so zu ernähren, wie sie es gerne möchten. Dabei verpflegen sich inzwischen 80 Prozent der Vollzeit-Berufstätigen außer Haus. In punkto Gesundheit schneidet das Betriebsrestaurant dabei mittlerweile relativ gut ab. 65 Prozent bewerten das dortige Angebot als gesund und ausgewogen. Mit dem Angebot kalorien- und fettarmer Speisen sind allerdings nur gut die Hälfte (55 %) der Nutzer zufrieden. Entsprechend kommen knapp ein Drittel der Berufstätigen nur am Wochenende dazu, sich so zu ernähren, wie sie eigentlich wollen.

Bei den Jüngeren führt die Entstrukturierung der Tagesabläufe zunehmend dazu, dass Hauptmahlzeiten immer öfter durch Snacks ersetzt werden. Mit fatalen Folgen, wie die Nestlé Studie zeigt. Jüngere „Heavy Snacker“ berichten demnach verstärkt über Ernährungsdefizite. Sie essen zu spät, zu ungesund, zu unregelmäßig und mit Heißhunger. Rund 40 Prozent geben an, zu viel Süßes und zu viel Fastfood zu verspeisen.

„Immer mehr Menschen fehlt die Zeit, sich so zu ernähren, wie sie es gerne wollen“, resümiert Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin vom Institut für Demoskopie in Allensbach. Das Marktforschungsinstitut hat für die Studie insgesamt über 4.000 Bundesbürger zu ihren Ernährungsverhalten befragt. Sonderuntersuchungen durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Einkaufsverhalten der Verbraucher und zum Kinder- und Jugendmarkt durch das Münchener Marktforschungsinstitut IconKids & Youth ergänzen die Ergebnisse von Allensbach.

Die gute Nachricht der Studie: „Die Ernährung spielt eine zunehmende Rolle für die Lebensqualität“, sagte Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG. So hat gutes Essen und Trinken als wichtige Facette von Lebensqualität im Vergleich zur Vorgängerstudie vor zwei Jahren um drei Prozentpunkte zugelegt. Maßgebender Faktor für eine gesunde Ernährung sei, so Berssenbrügge, das Elternhaus. Dies haben die Befragungen eindrucksvoll gezeigt. Nestlé will deshalb seine angeschobenen Schulprojekte wie beispielsweise „Unsere Klasse ist Klasse“ weiter fortsetzen.

Die gesamten Ergebnisse der neuen Nestlé-Studie werden im Frühjahr wieder als Buch veröffentlicht. Schon jetzt können Interessierte unter www.nestle-studie.de wesentliche Teile der Studie einsehen.

www.nestle.de



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