Bayern

Modellregion Coburg entwickelt Schulmensa von morgen

Im Rahmen eines bayernweit einmaligen Modellprojektes begleitet die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern den Landkreis Coburg auf dem Weg zu einem Leistungsverzeichnis auf Basis der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Darüber hinaus wird in der Modellregion die Schulmensa von morgen laciert. Sie soll zeigen, was eine attraktive Mensa auszeichnet und bald in ganz Bayern Schule machen.
 
Initiiert wurde Modellprojekt bereits im Frühjahr 2010 zu Planungsbeginn einer großen Schulmensa für zwei weiterführende Schulen in Neustadt bei Coburg. Der dabei entwickelte Handlungsleitfaden, der die Einführung einer Schulverpflegung beschreibt, steht nun auf der Internetseite www.schulverpflegung.bayern.de zum Download bereit.
 
Die Ergebnisse des Modellprojektes sind dabei für andere Schulen, die ebenfalls gerade den Bau einer Mensa planen oder den richtigen Anbieter für die Mittagsverpflegung suchen, eine gute Hilfe: Zum einen zeigt das Modellprojekt, wie die DGE-Standards bayernweit vorbildlich im Leistungsverzeichnis und in den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Speisenanbieter verankert werden können.
 
Zum anderen bietet das Modellprojekt zahlreiche Anregungen, die auf der Homepage der Vernetzungstelle unter der Rubrik „Projekte“ nachgelesen werden können. Dabei hat die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern sowohl den Projektverlauf als auch die Erfahrungen des Landkreises Coburg dokumentiert. Laut Vernetzungsstelle zahlt es sich auf jeden Fall aus, Fragen der Akzeptanz der zukünftigen Mensa frühzeitig zu klären. Manche Mensa, die vielleicht sehr zügig oder mit dem Gedanken an weitere Nutzungsmöglichkeiten errichtet wurde, kommt bei den Schülern nicht gut an: große, kahle Hallen, zu knapp bemessene Ausgaben und damit verbunden zu lange Warteschlangen lassen die Essensgäste an der Eingangstür umdrehen.
 
Die Modell-Mensa in Neustadt soll dagegen die Schüler und Lehrer zum gemütlichen Sitzen und Essen einladen. Dazu hat eine Arbeitsgruppe „Speiseplanung“ bestehend aus Vertretern der Lehrer-, Schüler- und Elternschaft, des Speisenanbieters und des Trägers ihre Wünsche an eine attraktive Mensa formuliert. Diese wurden, soweit möglich, bei der Bauplanung berücksichtigt: Durch eine Kombination aus Cafeteria-Linie und flexibel nutzbarer Selbstbedienungsinsel in Verbindung mit einem elektronischem Bestell- und Bezahlsystem werden unnötige Wartezeiten vermieden.
 
Damit das angebotene, gesunde Essen auch attraktiv ist und schmeckt, wird dieses vor Ort frisch zubereitet. Auch das Thema Ambiente ist fest in der Agenda verankert: Ab September 2011 wird ein Team aus Schülern, Verpflegungsbeauftragten, Elternvertretern und Experten sich des Themas Raumgestaltung annehmen. Zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 soll die Schulmensa von morgen im Coburger Land ihre Türen öffnen.
 
Weitere Hilfe bietet Schulen zudem der neu entwickelte Leistungsverzeichnis Generator – eine onlinebasierte Arbeitshilfe zur Erstellung eines Leistungsverzeichnisses. Dieser ist ebenfalls auf der Homepage der Vernetzungsstelle zu finden.
 
http://www.schulverpflegung.bayern.de/


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