Kölner Dom Hotel

Modernisierung für 9 Mio. Euro abgeschlossen

Hinter der prachtvollen Fassade des Kölner Dom Hotels wurde in den vergangenen Jahren viel gewerkelt. Mit Fertigstellung der renovierten Banketträume im Erdgeschoss präsentiert sich das unmittelbar am Dom gelegene Traditionshotel jetzt komplett in neuem Glanz. Rund 9 Mio. Euro hat die Hotelgruppe Le Méridien in die Generalüberholung des 145 Jahre alten Hotelgebäudes investiert – nicht zuletzt, um sich gegen den stark gestiegenen Wettbewerb auf dem Kölner Mark zu behaupten. „Wir haben komplett umstrukturiert“, sagt General Manager Jürgen Sziegoleit. Die 124 Zimmer wurden in warmen Braun-, Beige- und Rosttönen gestaltet und nach dem neuesten Stand der Technik mit Klimaanlagen, Flachbildschirmen und High-Speed-Internetanschlüssen ausgestattet. 80 Zimmer erhielten zudem neue Bäder. Frischer Wind weht auch im Restaurant Le Merou (110 Plätze), dessen Einrichtung Tradition und Moderne geschickt miteinander verbindet. Die Küche ist spezialisiert auf feine Meeresfrüchte, die Küchenchef Grischa Jankowiak und sein Team servieren.



Das Konzept des Restaurants, das bereits Ende 2004 seine Pforten wieder öffnete und direkt über den Roncalliplatz zugänglich ist, stammt vom französischen Zwei-Sterne-Koch Michel Rostang. In unmittelbarer Nähe zum Restaurant entstand die Sir Peter Ustinov Bar, die nach dem berühmten Stammgast des Hauses benannt ist. Erweitert wurde auch der Konferenzbereich: Business-Kunden stehen jetzt insgesamt sechs Räume zur Verfügung, die mit Aircondition, modernster Licht- und Tontechnik sowie WLAN ausgerüstet sind. Darüber hinaus bieten die drei frisch renovierten Banketträume einen stilvollen Rahmen für Feierlichkeiten.

Dass die Verjüngung des Hauses gelungen ist, zeigt der Zuspruch der Gäste: „Seit Oktober 2004 geht es wieder bergauf“, freut sich Sziegoleit nach über zweijährigem Umbau. Für 2005 nimmt er eine Zimmerauslastung von 65 Prozent ins Visier. „Wir haben in Köln die exklusivste Lage“, beschreibt er den USP des Hauses. Wohl kein Hotel liegt näher am weltbekannten Touristenmagnet, dem Dom. Trotzdem wird das Fünf-Sterne-Haus, das seinen Besuchern spektakuläre Aussichten auf die Kathedrale bietet, zu 70 Prozent von Business-Kunden frequentiert. Am Wochenende jedoch überwiegen Leisure-Gäste, die aus allen Teilen der Welt kommen. „Wir profitieren stark von der Zunahme der Low Cost Carrier. Vor allem englische Gäste machen gerne einen Kurztrip.“ Mindestens ebenso erfolgreich wie das Logis-Geschäft behauptet sich die Gastronomie des Hauses: „Unser F&B-Bereich wird in diesem Jahr fast 50 Prozent unseres gesamten Umsatzes erlösen“, freut sich der Manager. „Im Barbereich hat sich unser Umsatz verdreifacht.“ Nach Feierabend kommen viele externe Gäste auf einen Drink vorbei, jetzt im Sommer ist auch die 100 Plätze große Terrasse auf der Domplatte schwer gefragt. Erfolgsfaktoren? „Bei uns gibt es keine Schwellenängste. Unser Haus ist ein Hotel für Kölner Bürger“, sagt Sziegoleit. Der Hotelchef ist zuversichtlich, sich mit seinem „neuen“ Produkt auf dem stark gewachsenen Kölner Markt behaupten zu können – ohne Zugeständnisse beim Preis. Dabei blickt er erwartungsvoll auf das, was kommt: „Bedingt durch die Fußball-WM wird 2006 ein ganz spannendes Jahr für uns.“

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