Nordamerika

Mövenpick-Einigung Richtree/Reichert

Mövenpick verfügt wieder über die uneingeschränkten Lizenzrechte für die eigenen Gastronomie-Marken in Nordamerika. Die Mövenpick-Holding (Cham, Schweiz) und die Richtree Inc. (Toronto, Kanada) haben - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - alle hängigen Rechtsstreitigkeiten außergerichtlich beigelegt.



Die Vereinbarung enthält folgende wesentliche Punkte:
  • Mövenpick gewährt Richtree ein Darlehen in Höhe von 2 Millionen sfr über eine Laufzeit von fünf Jahren.
  • Mövenpick einigt sich mit Richtree - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - auf eine Vergleichszahlung von 3 Millionen sfr.
Des weiteren haben sich Richtree und Jörg Reichert geeinigt. Mr. Mövenpick in Kanada scheidet mit einer Abfindung aus.



Damit endet ein Kapitel Mövenpick-Geschichte. Denn Reichert hat in Ostkanada - speziell in Toronto - den Namen in den 80er Jahren zur innovativen Nummer 1 in der Stadt gemacht und mit Marché und Marchélino dann auch bewiesen, dass Marktrestaurants sowohl auf Ausgeh-Niveau als auch im Kleinformat funktionieren können. Über viele Jahre hinweg waren die Betriebe von Marianne und Jörg Reichert Benchmark im Mövenpick-Konzern. In der Hochphase des Erfolgs war Mövenpick und Marché Mövenpick in Kanada 1997 mit knapp 20 Outlets und 30 Mio. Dollar präsent.



Dann allerdings kamen die Probleme. Insbesondere die Expansion nach USA war nicht erfolgreich. In New York City hat man nie eröffnet - der geplante Betrieb allerdings hat Millionen verschlungen. Es begannen Rechtsstreitereien zwischen Mövenpick Schweiz, der Aktiengesellschaft Richtree (Mövenpick Kanada) mit Reicherts als Mehrheitsaktionär und Jörg Reichert persönlich. Eskalation Ende 2003.



Aktuell arbeitet Richtree mit neuem Management. Jörg Reichert und Frau nutzen eine schöpferische Pause.



www.moevenpick.com

www.richtree.com

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