USA

NRN prämiert 7 Hot Concepts

Who is hot and who is not? Zumindest die erste Frage wird in Sachen US-Gastronomie in jedem Frühjahr vom Fachblatt Nation’s Restaurant News (NRN) pünktlich zur NRA Show in Chicago mit dem ’Hot Concepts of the Year’ Award beantwortet. Sechs Newcomer und ein ’Hot Again!’-Wiederkommer dürfen sich auch in diesem Jahr mit der begehrten Auszeichnung schmücken und sollten auf der ’Must see’-Liste jedes USA-Trendwatchers verzeichnet sein:



Die Compass Group wurde für ihr Fast Casual Coffeebar-Bistro-Konzept ’Caffè Ritazza’ prämiert, von dem mit 15 Outlets nur ein kleiner Teil der weltweit 200 Units in den Vereinigten Staaten steht. Von seinen Mitbewerbern auf dem US-Markt hebt sich Ritazza vor allem durch sein breit gefächertes Angebot ab: hochwertige Sandwiches, eine Fülle an Kaffeespezialitäten und Mixgetränke erwirtschaften weltweit Umsätze von jährlich 100 Mio. $ bei einem Durchschnittsbon von 3,50 bis 5 $. Standorte finden sich vornehmlich in Krankenhäusern; Colleges und Geschäftshäusern. Dementsprechend vielfältig sind die Betriebstypen: vom Bakery Café bis zum Bistro. Durchschnittlich 30-50 Sitzplätze, Umsätze zwischen 400.000 und 1,5 Mio. $.

www.ritazza.com



Auch ein aufregendes Konzept aus New Yorks Greenwich Village gehört zu den ’Hot Concepts’: das ’Café Spice’, eröffnet 1998. Indisch einerseits, aber mit einem ordentlichen Schuss New York. Die Macher: Rajesh Bhardwaj, ehemals F&B-Manager der Taj Hotelgruppe, und Sushil Malhotra, zuvor Besitzer des noblen ’Dawat’ Restaurants. Ihre Vision: indische Küche bei der breiten Masse populärer machen. 1,7 Mio $ Jahresumsatz/Store und Promi-Gäste wie Uma Thurman und Drew Barrymore sprechen dafür, dass dieses Projekt durchaus mehr als gelungen ist, auch wenn inzwischen 25 % der Gäste Inder sind. Der Durchschnittsbon liegt bei 24-28 $. Mittlerweile gibt es sechs Betriebe, davon einer in Philadelphia, ein anderer in New Jersey, davon drei Express-Betriebe.

www.cafespice.com



Wenn ein ehemaliger Football-Star ins Fast Casual Restaurant-Business wechselt, kann er den Kreis seiner Fans manchmal entscheidend vergrößern: So geschehen bei John Offerdahl, Gründer und Betreiber von Offerdahl’s Café Grill, in Sunrise, Florida. Gemeinsam mit seiner Frau Lynn betreibt er neun Outlets, jedes mit weniger als 50 Sitzplätzen, serviert frisch gegrilltes Fleisch kombiniert mit Salaten, Pasta und dem Signature-Produkt ’Chop Bowls’, einer Art Antipasti-Schale mit gegrilltem Huhn, Steak oder Lachs auf Reissalat oder Pasta mit einer Auswahl hausgemachter Saucen (Zwei Größen, zwischen 5,99 und 8,49 $). Das Design der Grill Cafés wird durch offene Küchen mit Spezialgrills bestimmt, die es ermöglichen, Fleisch besonders schnell zu brutzeln. Zwischen 12.15 Uhr und 14 Uhr stehen die Lunch-Gäste Schlange, bezahlen im Durchschnitt 8,05 $.

www.offerdahls.com



Mit durchschnittlich 6,7 Mio. $ Jahresumsatz in jedem der drei Outlets verzeichnet der ’Redstone American Grill’ in Minnesota und Illinois den höchsten Pro-Store-Umsatz aller ’Hot Concepts’ dieses Jahres. Die Dinnerhouse-Kette mischt hochwertiges Dekor mit einem einfachen, homemade-style F&B-Angebot, dazu ordentliche Portionen und einfache, appetitanregende Präsentationen, die den Gästen im Durchschnitt 18 $ (Lunch) bzw. 26 $ (Dinner) Wert sind. Im Schnitt ist Platz für 250 Personen, die eine gute Sicht auf den offenen Holzkohlegrill haben. Gründer und Besitzer Dean Vlahos hat sich bereits mit der Kette Champps (heute 56 Outlets) einen Namen gemacht. Sollte Redstone in ähnliche Dimensionen wachsen will er jedoch aussteigen: „I’m not a CEO, I am a creator“, wird Vlahos zitiert.

www.redstonegrill.com



Als Sam Fox, Besitzer der im vergangenen Jahr ebenfalls für das Hot Concept Fox Sports Grill ausgezeichneten Fox Restaurant Concepts in Scottsdale, Arizona, das Konzept ’Sauce Pizza & Wine’ entwickelte, mischte er eine Casual-Dining-Atmosphäre mit Fast-Casual-Preisen. Das Ergebnis ist ein bisher 3 Outlets umfassendes Netzwerk italienischer Restaurants mit einem Jahresumsatz von 4,5 Mio. $. ’Sauce Pizza & Wine’ öffnete sein erstes Outlet in Tuscon, Arizona im März 2003, ein Jahr später folgte ein zweiter Betrieb in Phoenix. Drei Monte danach ging Betrieb drei wiederum in Tuscon ans Netz. Mit durchschnittlich 110 Sitzplätzen generieren die Betriebe im Schnitt 1,5 Mio. $ mit einem Angebot, das „satt macht, aber nicht belastet“, so Fox’s Corporate Chef Christopher Cristiano. Der Durchschnittsbon liegt bei 8 $ (Lunch), bzw. 10,25 $ (Dinner). Einer der Bestseller: Chicken Chopped Salad mit einem Topping aus Huhn, Pinienkernen und Tomaten sowie einer Gorgonzola Vinaigrette. Bemerkenswert ist die Weinliste. Sie wird regelmäßig angepasst, das Personal entsprechend trainiert, Glaspreise liegen zwischen 4 und 6 $.

www.foxrestaurantconcepts.com/sauce.html



Seafood ist in den USA angesagter denn je – klar, dass sich auch ein Seafood-Konzept unter den Hot Concepts findet. Hinter dem zu Abkürzungen reizenden Namen ’Up the Creek Fish Camp and Grill’ verbirgt sich ein ’Seafood & More’-Restaurant des Applebee’s-Gründers Bill Palmer. Seafood macht 65 % des Umsatzes aus, aber auch für Gäste, die nicht unbedingt Freunde von Meeresfrüchten sind, gibt es genug Auswahl. Zehn Betriebe in Atlanta, Tennessee und Alabama sind zurzeit am Netz, davon 5 Franchises. Das Hauptquartier liegt in Duluth, Georgia. Die Outlets verfügen über 185 bis 200 Sitzplätze und an den Wänden findet man alles, was irgendwie mit Fischen zu tun hat. Besondere Attraktion: Jedes Restaurant hat ein 400-Gallonen Salzwasser-Aquarium. Durchschnittlich setzen die Outlets 3 Mio. $ jährlich um, der Durchschnittsbon liegt bei 9$ (Lunch) bzw. 14 $ (Dinner). 34 weitere Franchisenehmer stehen laut Palmer in Wartestellung für die Expansion von Arkansas, Florida und New Jersey.

www.upthecreekusa.com/html/index.shtml ZZ>

Die Amerikaner konsumieren im Jahr 10 Mrd. Portionen Suppe und wenn es nach Eric Ersher und seinem Cousin David Elias geht, dann werden diese immer häufiger von ihrer Kette Zoup! serviert. Ihre erste Suppenbar eröffneten die beiden 1998 in Southfield, Michigan und seitdem haben sich 10 weitere Outlets (davon 6 Franchises) über den ganzen Bundesstaat verteilt. Die Gäste können auf durchschnittlich 50 Sitzen platznehmen, rund 50 % nehmen ihre Suppe zum Lunch aber auch mit. Insgesamt sind 200 Suppen im Repertoire, jeweils 16 sind täglich im Angebot. Gekocht wird nach Cook & Chill-Verfahren in einer zentralen Küche. Außerdem im Programm: Panini und Sandwiches sowie Salate. Zwischen 500.000 und 800.000 $ erlösen die Stores pro Jahr bei einem Durchschnittsbon von 8,60 $. Auch online ist Zoup! vertreten: Gäste können einen Newsletter mit den täglichen Angeboten abonnieren und online bestellen. In Supermärkten gibt’s HomeZoup! für zu Hause.

www.zoup.com



In der Rubrik ’Hot Again!’ darf sich in diesem Jahr Checkers aufs Siegertreppchen stellen. In den frühen 90ern war das Drive-thru-Burger-Konzept als durchaus ernstzunehmende Konkurrenz für die ganz großen Fast-Food-Ketten gehandelt worden, aber im Preiskrieg David-gegen-Goliath konnte Checkers irgendwann nicht mehr mithalten. Nach der Fusion mit ’Rally’s Hamburgers’ kam 1999 das finanzielle Aus. In der Zeit der Konsolidierung wurden aus 1.000 Outlets etwa 800. Das Wiederbelebungsprogramm funktionierte, was nicht zuletzt die in 15 der letzten 16 Quartale ansteigenden Same-Store-Sales bezeugen. Die Gesamtumsätze wuchsen 2004 um 4 % auf 60,6 Mio. $. In diesem Jahr plant die Company, um 10 eigene und 30 Franchisebetriebe zu wachsen.

www.checkers.com




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