Six Continents

Nach Einbrüchen düsterer Ausblick

Der britische Hotelkonzern Six Continents, London, gibt einen düsteren Ausblick für 2003. Auch mehr als ein Jahr nach den Terroranschlägen in den USA leidet der Hotelbetreiber unter der Tourismusflaute und unter dem Kostenbewusstsein der Geschäftsreisenden. "Das wirtschaftliche Umfeld bleibt unsicher, die Zuversicht ist am Boden", erklärte Vorstandschef Tim Clark anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Jahresbilanz 2002. Der Konzerngewinn der Sparten Hotels und Gaststätten ist während der vergangenen12 Monate um 23 Prozent auf 558 Mio. Pfund (870 Mio. Euro) eingebrochen. In der Sparte Hotels liegt der Vorsteuergewinn sogar um fast 40 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Gruppenumsatz schrumpfte um zehn Prozent auf 3,6 Mrd. Pfund. Auch für das Jahr 2003 ist keine Erholung in Sicht. Zuwächse im Hotelgeschäft sagt Clarke erst für 2004 voraus. Allerdings ist nach gravierenden Rückgängen im ersten Halbjahr eine leichte Verbesserung des Ertrags pro Zimmer im zweiten Halbjahr zu beobachten. Insgesamt betreibt der frühere Bass-Konzern neben 3.260 Hotels der Marken InterContinental, Crowne Plaza, Holiday Inn, Forum und Holiday Inn Express auch 2.000 Pubs, Bars und Restaurants. Angesichts der angespannten Lage plant der Konzern die Aufspaltung der beiden Unternehmensteile. Das Restaurant- und Pubgeschäft, darunter die deutschen Filialen der Marken Alex und All Bar One, soll dann voraussichtlich im kommenden Jahr als eigenständige Geschäftseinheit ausgegliedert und an die Börse gebracht werden.



stats