Ocui München

Nach schwerem Start auf Erfolgskurs

Voll auf Kurs!, meldet ’Kapitän’ Marc Uebelherr für sein neues Münchener Flaggschiff ’Ocui’ nach rund sechs Monaten Betrieb. Zwar seien die ersten Wochen – das Fast-Casual-Restaurant am Oberanger öffnete ausgerechnet zum Oktoberfest – schwierig gewesen, aber inzwischen liege man mit durchschnittlich 550 Gästen/Tag „etwas oberhalb des für den Break-even benötigten Umsatzes“. Für 2009 erwarten sich die Betreiber Erlöse von mindestens 1,5 Mio. Euro. Grundstock der täglichen Gästeschar sind im Schnitt etwa 150 von 300 Mitarbeitern der benachbarten neuen Firmenzentrale von Linde in München, mit der Ocui eine Vereinbarung zur Mittagsverpflegung getroffen hat, und die zum vollen Preis im Restaurant essen. „Das reicht schon mal für die Miete“, erklärt Uebelherr, der den Durchschnittsbon mit 10 Euro brutto beziffert (F:B: 60:40). Das Konzept (160 Sitzplätze innen) gleicht dem Erfolgsrestaurant ’Gast’ im Münchener Gasteig, das Uebelherr ebenfalls mit seinen beiden Partnern Simi Berst und Uli Springer betreibt: An drei offenen Kochstationen mit Counterservice gibt es Pizza, Pasta, Salate und Asiatisches. Ergänzend eine Bar. Das Preisspektrum für Hauptgerichte liegt zwischen 5,50 und 9,50 Euro. Besteller? „Eindeutig das asiatische Spektrum“, so Uebelherr, vorneweg Reis mit Hühnchen in Roter Curry-Sauce, das pro Monat rund 1.800 Mal über die Theke geht. Pizza, Pasta und Salate folgen mit einigem Abstand. „Das bestärkt uns darin, uns mit dem Reis- und Gebratene-Nudeln-Angebot von anderen Konzepten wie Vapiano abzusetzen“, erklärt Uebelherr. Auch an der Insellösung für die Kochstationen hat man bewusst festgehalten – obwohl sich die logistische Versorgung der Inseln immer wieder als Knackpunkt erweist. „Aber die Anstellsituation ist einfach gästefreundlicher: Sie sind früher mitten im Geschehen, können eher zusehen und kommunizieren als bei einem einzigen langen Counter“, ist Uebelherr überzeugt. Neu im Ocui sind Grills an jeder Kochstation, auf denen demnächst mit Fleisch- und Fischgerichten experimentiert werden soll. Mit dem Mittags- und Abendgeschäft ist man bereits zufrieden, die Nachmittage und den späteren Abend, vor allem am Wochenende, will man mit verschiedenen Maßnahmen pushen. „Wir haben das Angebot unserer hauseigenen Patisserie gestärkt, um die ’Latte-Macchiato-Mütter’ anzulocken. Für Kinder gibt es alters- und geschlechtsgerechte Überraschungsbeutel. Außerdem fahren wir unser hauseigenes Musikprogramm mit Live-DJs, die unsere Gäste abends zu einem Gläschen Wein mehr bei uns verführen sollen.“ Nach einigen Querelen mit dem inzwischen geschlossenen Vorgängerrestaurant ’Bloom’ (in erster Linie bezüglich des europaweit bereits geschützten Namens) soll Ocui jetzt zum Prototyp für eine größere Restaurantkette werden. „Der Name – Ocui steht für Open Cuisine – gehört jetzt definitiv uns. Das Konzept ist auf Multiplikation ausgelegt, die CI fertig. Es kann losgehen“, kündigt Uebelherr weitere Openings an. „Aber wir nehmen nicht jeden Standort.“ Gesucht werden 1 b-Lagen ab 350 qm Gastraum in mittleren Städten, zunächst vor allem im Münchener Raum, damit diese dann von einer zentralen Produktionsküche aus versorgt werden können. „Ob wir letztendlich 30 oder 100 Units eröffnen, können wir noch gar nicht sagen“, meint der Geschäftsführer. Die nächsten 3-4 Standorte will man zunächst aus eigener Kraft stemmen, danach ist auch Franchising angedacht. www.ocui.de Redaktion food-service Ocui, Gast, Marc Uebelherr, Gastro & System, München, Oberanger, Linde


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