Frankfurt

Nachbarschafts-Café punktet mit Brotverkauf

Bäckerfilialen mit Foodservice-Angebot gibt es inzwischen viele, jetzt machen sich erste Gastronomen daran, ihren Gästen den Mehrwert eines Food-Retail-Sortiments zu bieten. Wie das Ende Januar im Frankfurter Nordernd eröffnete Glauburg Café von Mehmet Iyigün und seine Frau Lena. Das gemütliche Nachbarschaftscafé serviert zum in-house-Verzehr Sandwiches, üppig belegte Stullen und Salatkreationen sowie süße Köstlichkeiten. Außerdem gibt es täglich frisch gebackene Brote, Brötchen, Brezeln, Croissants und Kuchen sowie Spezialitäten aus der Region zum Mitnehmen - "der Take-away-Anteil liegt eineinhalb Monate nach der Eröffnung bereits bei 15 %!", freut sich Lena Iyigün. 

Täglich von 8 bis 19 Uhr (Wochenende 10-17 Uhr) lädt das Café Glauburg in einem historischen Eckhaus zu einem reichhaltigen Frühstücksangebot, Brotgerichten mit hausgemachten Dips, Suppen sowie Kuchen & Co. Die kleine, aber feine Karte des Tageskonzepts braucht keine Vollküche. „Das Glauburg ist ein Nachbarschaftscafé und wir haben für alle etwas zu bieten: eine gemütliche Sofaecke zum Zeitunglesen, eine lange Tafel für viele Freunde, kostenloses W-Lan und einen Wickeltisch für die Kleinsten“, so der Frankfurter Mehmet Iyigün. Auf 70 qm stehen 50 Innenplätze zur Verfügung - auf der Terrasse kommen bei schönem Wetter 30 weitere hinzu.

Nachbarschaftlich ist auch das Angebot, denn fast alle Waren kommen aus Frankfurt und Umgebung. Renner beim In-house wie beim Mitnahme-Geschäft ist das handausgehobene Sauerteigbrot einer Bäckerei aus dem Stadtteil Rödelheim, das in Frankfurt durch die Wurst-Kette Best Worscht in Town als 'Best Brot in Town' Kultstatus genießt. "Das Brot bringt uns eindeutig Frequenz", betont Lena Iyigün. "Umgekehrt nehmen viele Gäste, die es im Café als Stulle gegessen haben, gerne noch einen Laib für zu Hause mit." Die Grüne Soße ist hausgemacht, die Rindswurst ist eine echte Gref-Völsing, der Senf dazu kommt mit grünen Kräutern aus Dreieich, der Kaffee von Familie Wacker. Man kooperiert außerdem mit dem Frankfurter Cookie- und Brownie-Konzept 'Cookie in the Box'.

„Unser Angebot ist nicht breit, aber dafür mit Liebe zum Detail zusammengestellt. Was man in unseren Speisen nicht findet, sind Geschmacksverstärker und sonstige vermeidbare Zusätze“, erläutert Lena Iyigün. Das Glauburg unterstützt mit seiner Philosophie den Verein Slow Food, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur des Essens und Trinkens lebendig zu halten und das traditionelle Lebensmittelhandwerk zu fördern.

Das Glauburg trifft den Nerv der gut verdienenden, Lohas-affinen Klientel im Nordend. Der Zuspruch der ersten Wochen stimmt das Betreiber-Paar mehr als optimistisch: "Wir haben bereits viele tägliche Stammgäste - von Müttern mit Kindern bis hin zu Selbstständigen, die bedas Café zum Arbeiten nutzen." Der Durchschnittsbon hat sich aktuell bei 8,70 € eingependelt. Mit den ersten Sonnenstrahlen zieht auch die Outdoor-Frequenz an. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich das Geschäft im Sommer auch länger in den Abend hinziehen wird", sagt Lena Iyigün.

www.glauburg-cafe.de

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