VDD-Kongress

Neue Aufgaben für Diätassistentinnen

Mitte Mai fand in Dresden die diesjährige Tagung der Berufsgruppe unter dem Motto "Zukunftsmarkt Ernährung - Chancen für Diätassistenten" statt. In über 60 Diskussionsbeiträgen konnten sich die circa 1.500 Teilnehmer ein Bild machen, welche neuen Aufgaben auf sie zukommen werden. Birgit Leuchtmann-Wagner kreierte das neue Berufsbild vom "Lifestyle-Manager". Die Verknüpfung von ernährungsphysiologischer Fachkompetenz mit Ernährungspsychologie und soziokulturellen Aspekten spiele eine immer wichtigere Rolle und müsse gemanagt werden.

Wie wichtig in der Zukunft die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird, stellte Dr. Gerta van Oost dar. "Wenn ich mit einem Knochenbruch zum Hausarzt gehe, verweist er mich an einen Orthopäden. Wenn ich mit einem Ernährungsproblem ankomme, muss ebenfalls eine kompetente Behandlung durch Ernährungsspezialisten gewährleistet sein." Dieses Ziel würde nur erreicht durch regionale Vernetzung in Qualitätszirkeln, in denen alle Experten kooperieren. Diese Netzwerke könnten einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung der Ernährungsberatung und -therapie leisten.



Doris Steinkamp, die mit über 90 prozentiger Zustimmung gegen Sven David Müller als 1. Vorsitzende auf der Mitgliederversammlung bestätigt wurde, unterstrich abschließend die Wichtigkeit der Eigeninitiative der Diätassistentinnen: "Wir dürfen nicht darauf warten, dass uns Mittel zur Verfügung gestellt werden. Reine Plakataktionen von Ulla Schmidt bringen gar nichts. Wir als Ernährungsfachleute müssen selbst loslaufen und neue Wege in der Gesundheitsprävention gehen." Der VDD entwickelt derzeit einen Leitfaden für gute regionale Praxisbeispiele mit Netzwerkpartnern, einer Medienübersicht, Ansprechpartnern bei Krankenkassen und mehr Informationen zur Förderung der Eigeninitiative seiner Mitglieder.

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